Flanieren geht über Studieren

Menschen sitzen auf den Bänken in der Zollergasse, 1070 Wien, unter Bäumen und zwischen begrünten Beeten. © Eugenie Sophie Photography

Es gibt diesen einen Moment im Frühling, an dem das Jahr auf seine Sonnenseite kippt. Manchmal kündigt er sich an, aber meistens ist er einfach plötzlich da. Die Luft riecht anders, die Schritte werden langsamer, gemütlicher, genussvoller.

Augen auf

Man nimmt sich wieder Zeit, einen Blick durch die offenstehenden Türen in einen Innenhof zu machen, der durch das viele Grün begeistert, man nimmt den Kaffeegeruch wahr, der zwischen dem Eingang des Lokals, in dem er zubereitet wurde, und dem Schanigarten, in dem er gleich genossen wird, hängt. Das Lachen von jemandem, den man nicht kennt, klingt ansteckend, fast vertraut und die freundlichen Sonnenstrahlen rücken die ausgestellten Produkte in den Schaufenstern in ein natürliches Scheinwerferlicht.

Der Siebte ist im Frühling besonders er selbst. Die Gassen, die im Winter Wege waren, werden wieder Ziele. Wer jetzt langsam geht, sieht mehr als die, die eilen, und wer flaniert, sieht alles.

im7ten-Walk: Den hügeligen Siebten entdecken

Spaziert mit dem 7er Plan einmal quer durch den 7. Bezirk und lasst euch vom Flair, der Geschichte und der Architektur verzaubern.

Bühne frei auf für den ESC

Der Frühling bringt im Siebten einiges in Bewegung – dieses Jahr vielleicht noch ein bisschen mehr als sonst. Wien als Austragungsort für den Eurovision Song Contest (ESC) 2026 bringt Besucher*innen aus aller Welt in die Donaumetropole. Man erkennt sie an ihrer Neugier und ihrem Entdeckergeist – das darf man ruhig auf sich abfärben lassen. Der 7. Bezirk trägt das gut. Er ist es gewohnt, Bühne zu sein. Authentisch, ohne sich zu verbiegen.

Unterwegs mit dem 7er Plan

Entdeckt den 7. Bezirk mithilfe des kreativen, vielseitigen und spannenden 7er Plans, der euch den 7. Bezirk zeigt, wie ihr ihn noch nicht kennt.

Die Flaniermeile Neubaugasse lädt zum Genießen ein.
© Eugenie Sophie Photography
Die Flaniermeile Neubaugasse lädt zum Genießen ein.
© Eugenie Sophie Photography

Abseits der gewohnten Wege flaniert es sich besser

Auch für alle, die den Siebten bereits kennen, hat er viel zu bieten. Das weiß man; und trotzdem überrascht er immer wieder. Eine neue Auslage hier, ein anderes Schild dort, ein Schanigarten, der im Frühling wieder mit gemütlichen Sitzplatzln lockt, eine umgestaltete Bank vor dem Volkstheater, neue Enzi-Farben im MQ-Hof. Man muss nicht Tourist*in sein, um mit offenen Augen durch den Bezirk zu gehen – man muss nur bereit sein, die gewohnten Wege kurz zu verlassen.

Sitzen, Schauen, Schlemmen und Genießen

Nicht selten kombiniert man im Siebten Sitzen und Genuss, sucht sich ein angenehmes Platzerl in einem der vielen Schanigärten, bestellt sich eine kühle Erfrischung oder eine röstfrische Melange und nutzt die Zeit zum Beobachten.

Flaniermarkt entlang der gesamten Neubaugasse

Wer Freude am Flanieren und Gustieren hat, kommt am 8. und 9. Mai zum Flaniermarkt in der Neubaugasse und entdeckt an den beiden Veranstaltungstagen, was den 7. Bezirk ausmacht: Persönlichkeit, Handwerk, Design, Kulinarik und Freude an der Nachbarschaft.
Kleine Mode- und Schmucklabels sind genauso vertreten wie Kreative aus dem Bereich Kunst, Druck und Handgemachtes. Es gibt Gutes, Duftendes und Pflegendes für den Körper, Schmackhaftes und Genussvolles für Geschmacksmomente, die man am besten mit guten Freund*innen verbringt, und auch den einen oder anderen Vintage-Schatz.

Kinder unter 12 Jahren dürfen wie immer beim Kinderflohmarkt in der Richtergasse Ecke Neubaugasse ihre Bücher, Spielsachen und Dies und Das aus der Kramurikiste verkaufen, um sich das Taschengeld ein bisschen aufzubessern.

Das bunte Rahmenprogramm des Kulturbezirks Neubau mit Live-Musik, Tanz-Performances und -Mitmachworkshops, Walking Acts und dem Open Piano bietet für jede*n was.

Der Frühling im Siebten …

… ist kein Termin. Er ist eine Haltung; die Abkürzung links liegenzulassen und stattdessen in die Gasse einzubiegen, von der man nicht weiß, wohin sie führt. Meistens führt sie irgendwo hin, wo man gerne bleibt.

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Titelbild: © Eugenie Sophie Photography

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