Posted On 8. November 2018 By In Anno dazumal, Events, Geheimtipp, Übers Grätzel With 213 Views

Die Schatzkarte vom 7. Bezirk | Wir brauchen einen Plan!

Der 7. Bezirk ist ein Schatz! Ein wertvoller Ort, der den Rahmen unseres Alltags ein Stück weit mitbestimmt. Um Schätze mit den Augen eines Entdeckers zu erleben, braucht es Schatzkarten, Pläne und Visionen. Und diesen Plan gibt es bereits: St. Ulrich am Neubau – Eine Stadtansicht aus 1827 ist ein historischer, handkolorierter Plan des Bezirks vor seiner Eingemeindung nach Wien im Jahr 1850. Und den will eine beherzte Initiative jetzt mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion aus einem Antiquariat in Tschechien nach Neubau holen.

Historischer Neubau – Stadtansicht aus 1827

Der 7. Bezirk ist ein Kleinod! Der drittkleinste Wiener Gemeindebezirk ist nicht nur eine Oase für weltoffene, buntgemischte, kreative Menschen, sondern auch ein Grätzl, das reich an Geschichte ist. Das gibt dem Neubau seinen ganz besonderen Charme.
Die Gegend, die wir heute als den 7. Bezirk kennen und lieben, hat sich in den letzten 200 Jahren stark verändert und doch ist der Bezirk in seiner Essenz, eine Hochburg für Handwerk zu sein, gleich geblieben.

Carl Graf Vasquez hat den „K. K. Polizey-Bezirk St. Ulrich“ 1827 in einem Plan „nebst 14 Ansichten der vorzüglichsten Gebäude” festgehalten. Dieses historische Sammlerstück soll nun nach Neubau geholt, den BewohnerInnen und BesucherInnen als Leihgabe an eine öffentliche Einrichtung im Bezirk übergeben und damit für alle zugänglich gemacht werden.

Wer hatte denn diese coole Idee?!

Bei außergewöhnlichen Aktionen im Grätzl hat einer seine Pfoten immer (na ja zumindest häufigst) im Spiel: Thomas Kreuz von WauWau Pfeffermühlen. Sein Mission Statement zum Ankauf des Plans kann man sich hier ansehen:

 

Er macht das aber natürlich nicht alleine. Fachliche Unterstützung kommt von Domenico Jacono, dem Antiquar aus der Neubaugasse 35/1a/R5 (ident: Westbahnstraße 1a/R5) im 7. Bezirk. Im Schulterschluss stehen die UnternehmerInnen der Westbahnstraße und der Kaiserstraße hinter dem Projekt. Für eine reibungslose Abwicklung sorgt die Agentur Stadtfein.

Warum Crowdfunding?

Der historische Plan aus dem Jahr 1827 ist eine Antiquität und somit nichts, was eine Einzelperson mit Taschengeld bezahlt. Im Alleingang wird sich wohl kaum eine Person, die das hier liest, dieses Stück Geschichte kaufen, zusammen wird es aber gelingen, davon ist Thomas Kreuz felsenfest überzeugt.

Für ihn geht es um mehr als einen Kauf: Es ist eine Investition in ein Stück Kulturgeschichte, das sich jedeR, die/der das Projekt finanziell mitträgt, für die eigenen vier Wände sichern kann. Und das als ziemliche Occasion, denn schon für weniger Euro als man an einem Samstagabend verpulvert, kann man stolzeR BesitzerIn eines Abzugs werden.
Um die Sache noch spannender zu machen, werden nach der Crowdfunding-Initiative keine weiteren Abzüge des Plans käuflich zu erwerben sein!

Gesellschaftlicher Mehrwert

Der angekaufte Originalplan wird nach der Reproduktion als Leihgabe an den Bezirk übergeben und voraussichtlich in einer öffentlichen Einrichtung wie dem Neubauer Bezirksmuseum oder der Bezirksvorstehung Neubau aufgehängt, wo er für alle Interessierten zu bewundern sein wird.

Warum kaufen die UnternehmerInnen den Plan nicht gemeinsam?

Der Ankauf des Plans ist nur ein Teil des Projektes. Ziel ist es vor allem auch, dass Menschen, die den 7. Bezirk lieben und/oder die an seiner reichen Geschichte interessiert sind, die einmalige Chance haben, sich ein Stück Kulturgeschichte für die eigenen vier Wände zu sichern.
Das Projekt ist nicht darauf ausgerichtet, den Ankauf durch eine Massenreproduktion und den Verkauf zahlloser Pläne zu finanzieren. Vielmehr richtet sich die Aktion an Neubau-Fans, die das Exklusive und Einmalige schätzen. Werden die Kosten schon von Beginn an durch größere Mitbeteiligung getragen, wahrt das die Möglichkeit zur Exklusivität.

Ablauf: Ankauf, Reproduktion und Leihgabe

Im Zuge des erfolgreichen Crowdfundings wird der Plan angekauft, professionell reproduziert und an die MitträgerInnen ausgegeben. Dem Zeitplan entsprechend sollen die individuell angefertigten Reproduktionen vor Weihnachten fertig sein und sind somit auch ein kreatives Weihnachtsgeschenk, das nur wenige Menschen zu Hause haben.

Der Originalplan wird anschließend als Leihgabe an den Bezirk übergeben.

Vasquez Stadtansicht am NeubauWer kann wann und wie mitmachen?

Das Crowdfunding-Projekt kann jedeR mittragen. Nach dem Motto „Holen wir dieses Stück Bezirksgeschichte in den 7. Bezirk!“ ist der Einstieg schon ab 1 Euro möglich. Das Ein-gutes-Gefühl-Paket bekommt man um günstige 5 Euro. Einen eigenen hochwertig reproduzierten Druck des Plans bekommt man, indem man sich eines von zehn verschiedenen Paketen im Spielraum von 34 bis 209 Euro aussucht (wobei das Luxuspaket ein gerahmter Pigmentdruck auf Büttenpapier in Originalgröße ist).

Fakten zum Plan

Autor: VASQUEZ, Carl Graf
Verlagsort: Wien
Erscheinungsjahr : 1827
Beschreibung der Abbildung: „K. K. Polizey-Bezirk St. Ulrich bestehend aus den Vorstädten Schottenfeld, Neubau, St. Ulrich u. Spittelberg nebst 14 Ansichten der vorzüglichsten Gebäude“ (Vasquez). Plan mit 14 Randansichten. Orig. altkolorierte (auch Ansichten) Litographie von Carl Graf Vasquez, Wien, 1827. Bildgröße: ca. 49 x 62 cm, Blattgröße: 60 x 75 cm.

Entstehung des Plans von 1827

Spannend ist auch die Entstehungsgeschichte des Plans, der Teil einer Serie an Plänen der ehemaligen Vorstädte Wiens ist und in bis dahin noch nie dagewesenem Kunstanspruch die Abbildung der Straßenverläufe samt einiger Detailansichten wiedergibt. Mehr dazu kann auf der Website der Stadt Wien nachgelesen werden.

Und … Action!

Kennst Du einen Menschen, dessen Herz auch so für den 7. Bezirk schlägt? Um Dir dieses exklusive Geschenk für Weihnachten zu sichern, steigst Du mit Deiner favorisierten Paketgröße in die Aktion ein und erhältst Dein Stück Kulturgeschichte als Dankeschön. Hier geht es zur Crowdfunding-Website.

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... legt Wert auf treffende, bedeutungsschwere Worte. Hat dafür sogar eine Waagschale. Liebt das Kreative und Ungewöhnliche. Erzählt den im7ten-LeserInnen am liebsten UnternehmerInnengeschichten, die man beim Einkaufen im Grätzl sonst nicht so schnell erfährt.

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