Anno dazumal Category

Posted On Mai 14, 2015By Miriam TsekasIn Anno dazumal

Anno dazumal im Schottenfeld.

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte unseres Grätzels im7ten. Das Schottenfeld, welches bis 1820 Oberneustift genannt wurde, hieß vor der Verbauung „außerhalb St. Ulrich auf den Schottenäckern“. Die frühesten Ansiedler des späteren Schottenfeld (seit 1777) waren Fuhrwerker, Milchmeier sowie Seidenweber. Der Beginn der österreichischen Seidenfabrikation liegt  jedoch erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Als Kaiser Josef II. seine Industriepolitik einleitete, nahm die Vorstadt von 1760 einen großen Aufschwung, da sie zum Mittelpunkt der österreichischen Industrie wurde. Josef II. wandte alles auf, um nicht nur das Fabrikswesen auf eineRead More
schmidtschlaeger_titelbild

Posted On April 14, 2015By Anna Rose AbleidingerIn Anno dazumal, Geheimtipp

Schon mal einen Durchsprecher benutzt?

„Guten Tag, eine Fahrkarte bitte!“ Jeder von uns war wohl schon einmal am Schalter der ÖBB angestellt, um eine Fahrkarte zu kaufen, oder wollte den Fahrer des ULF’s der Wiener Linien fragen, ob er eh bei Station XY hält. Ohne den Durchsprecher, der in der Mitte der Trennscheibe angebracht ist, wäre die Kommunikation erst gar nicht möglich. Was mir nicht bewusst war: diese Erfindung stammt aus der Kaiserstraße! Vor ungefähr 60 Jahren ist diese vom Unternehmen Schmidtschläger entwickelt worden. Ich habe Klaus Schmidtschläger zum Gespräch getroffen. Die Firma Schmidtschläger hat sich jaRead More
 – Wie Hans im Glück aus einer Not eine Tugend machte Dies ist die Geschichte von Johann Georg Lahner, geb. 15.10.1774 in Gasseldorf (Fränkische Schweiz), gest. 23. April 1845 in Wien, einem umtriebigen fränkischen Bauernbuben, der von daheim auszog, um der elterlichen Mittellosigkeit und der Aussichtslosigkeit der kleinbäuerlichen Umgebung zu entrinnen, und seinem Schicksal ein wahrlich meisterhaftes Schnippchen schlug. Nach seiner Lehre als Fleischer in Frankfurt am Main ging Lahner schon bald auf Wanderschaft und kam als Ruderknecht auf der Donau – also ganz und gar nicht auf der sprichwörtlichen Nudelsuppe daher geschwommenRead More

Posted On April 3, 2015By Miriam TsekasIn Anno dazumal, Übers Grätzel

Die Photomeile

Weshalb reihen sich gerade hier um die Westbahnstraße so viele Galerien, Fotoapparat- sowie Zubehörgeschäfte aneinander? Hat es damit zu tun, dass einst die Graphische Lehranstalt hier ihren Ursprung fand? Sind es die AbsolventInnen, welche sich hier sesshaft machten? Nicht ganz. Denn alles begann viel früher und mit einem Namen: Orator. Im Jahre 1846, noch lange vor dem ersten Weltkrieg, eröffnete die Firma Orator in der Westbahnstraße 23 ihr Geschäft. Zuerst einen Drogeriemarkt, welcher sich jedoch bereits in der zweiten Generation zu einem Photokamerageschäft umwandeln sollte. Der Boden hier war fruchtbarRead More

Posted On März 16, 2015By Thomas KreuzIn Anno dazumal, Gastronomie, Übers Grätzel

Darf’s ein bisserl Eis sein?

Man stelle sich vor: ein sonniger  Märztag im Jahre 1926. Pferdefuhrwerke auf der Westbahnstraße, hin und wieder ein Automobil, ein Radfahrer holpert über das Kopfsteinpflaster, ein Mann mit Handkarren – er verkauft als fliegender Händler geflochtene Körbe – müht sich die leichte Steigung hinauf. Bei Nr.7 bleibt er stehen, neugierig, denn hier in diesem Haus in der Westbahnstraße hat vor kurzem ein italienisches Eisgeschäft eröffnet. Wunderbares Speiseeis, handgerührt, gekühlt mit Eisblöcken, die wöchentlich angeliefert werden und dann täglich aus dem tiefsten Kellerabteil im Haus, dem Eiskeller, mühevoll am Buckel desRead More

Posted On März 9, 2015By Anna Rose AbleidingerIn Anno dazumal

Ein zartgrünes Geheimnis in zartgrün

…oder wussten Sie, dass Klimt in der Westbahnstraße gewohnt hat? Wenn ich den Kopf frei bekommen möchte, spaziere ich einfach drauf los. Ich gehe dann dahin, wohin mich der Wind treibt, immer der Nase nach. Mein letzter Entspannungsspaziergang hat mich in den 7. geführt – wahrscheinlich wollte ich doch noch ein bisschen Inspiration zum Schreiben finden. Und tatsächlich habe ich etwas Neues entdeckt. Mitten auf der Westbahnstraße steht doch glatt ein Stückchen Kulturgeschichte. Ich rede von dem Haus mit der Nummer 36, das Haus, in dem Gustav Klimt die letztenRead More