u2 Neubaugasse

Posted On 23. Februar 2018 By In Allgemein With 777 Views

U2 Station Neubaugasse – Baubeginn im Jahr 2018

Die Stadt wächst und der Verkehr wächst mit. Um hochfrequentierte Transportlinien und stark befahrene Routen zu entlasten, wird in den Wiener Untergrund investiert. Eine knappe Milliarde, um genau zu sein. Davon profitiert auch Neubau. Mit der geplanten U2 Station Neubaugasse soll in 37 Metern Tiefe ein Verkehrsknoten sondergleichen geschaffen werden. Schätzungen zufolge werden lediglich am Stephansplatz mehr Personen aus- und einsteigen. So soll man ab dem Jahr 2028 problemlos zwischen der Seestadt und dem Wienerberg verkehren können, ohne umzusteigen. Zusätzlich wird durch die fahrerlose Linie U5 zwischen Karlsplatz und Elterleinplatz eine gänzlich neue Streckenführung implementiert. Klingt ja alles schön und gut, aber eine U-bahn Station wird schließlich nicht über Nacht gebaut. Was kommt in den nächsten Jahren tatsächlich auf Anrainer und Unternehmer im betroffenen Gebiet zu? Im7ten war für euch auf der Infoveranstaltung der Bezirksvorstehung Neubau.

U2 Ausbau

Quelle: APA / Wiener Linien

Linienführung und Zeitplan

Um Neues zu schaffen, muss Altes manchmal verändert werden. Momentan bewegen sich die Züge der Linie U2 zwischen der Seestadt und dem Karlsplatz, in Zukunft wird die aktuelle Streckenführung nicht nur um zusätzliche Stationen erweitert, sondern auch ein wenig verändert. So soll die lila Linie ab frühestens 2023 wie gewohnt Passagiere von der Seestadt bis zum Rathaus befördern, hier wird allerdings mit der Tradition gebrochen. Ab der Station Rathaus wird die U2 neues Territorium erkunden und es Fahrgästen ermöglichen, über die Knotenpunkte Neubaugasse, Pilgramgasse und Reinprechtsdorfer Straße bis zum Matzleinsdorfer Platz zu gelangen. Die weitere Verlängerung der Streckenführung bis zum Wienerberg soll dann bis 2028 folgen. Keine Sorge, man wird auch in Zukunft vom Rathaus zum Karlsplatz gondeln können, hier springt die neue Linie U5 ein, die ab 2023 zwischen Karlsplatz und Frankhplatz pendelt.

 

Oberfläche wird größtenteils verschont

Baustellen sind laut, Lärm schadet sowohl Schlaf als auch Geschäft. Wer sitzt schon gerne im Gastgarten, wenn nur wenige Meter daneben der Untergrund aufgerissen wird? Bevor der Tunnelschacht für die Erweiterung der U2 gegraben werden kann, müssen zahlreiche Leitungen verlegt werden, um Beschädigungen während der Bauarbeiten zu verhindern. Im Jahr 2018 sollen davon vor allem die Zollergasse und der Siebensternplatz betroffen sein. Es ist allerdings geplant, die oberflächlichen Arbeiten in diesem Gebiet vor der Eröffnung der Gastgärten abzuschließen. Der Schanigarten-Saison dürfte also nichts im Wege stehen. Außerdem wird hauptsächlich im Bereich von Parkstreifen und Gehwegen gewerkt, Ladezonen, Geschäfts- und Hauseingänge werden freigehalten. Des Weiteren sollen die Bauarbeiten größtenteils unterirdisch erfolgen, um die Störung von Anrainern und Unternehmern auf ein Minimum zu beschränken. Lediglich Zonen, in denen Passgiere zukünftig aus dem Untergrund ins Tageslicht gelangen, werden vor langfristigeren oberflächlichen Arbeiten wohl nicht verschont bleiben. Betroffen sind Kirchengasse, Lindengasse und Mariahilfer Straße.

Quelle: Architekt Moosburger / Wiener Linien

Bohrköpfe laufen 24/7

Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, kommen die schweren Geschütze zum Einsatz. Der Tunnelbau im siebten Bezirk wird vorrausichtlich zwischen Mitte 2020 und Ende 2023 erfolgen. Gebohrt wird dann 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Es wird allerdings darauf geachtet, lärmintensive Begleitarbeiten, wie den Abtransport von Schutt aus den Tunnelschächten, nach Möglichkeit nicht in Ruhezeiten zu verrichten. Klarerweise werden durch den Bau einige Unannehmlichkeiten für Anrainer und Unternehmer entstehen, hier gilt es aber mit kühlem Kopf auszuharren und sich der vielversprechenden Zukunft des Grätzls bewusst zu sein. Schließlich wird die Erweiterung der U2 nach ihrer Fertigstellung einen erheblichen Mehrwert für die Gegend bieten. Es gilt also langfristig zu denken. Notfalls kann man immer noch Ohropax besorgen.

 

Infovideo der Stadt Wien:

 

Beitragsbild: Thomas Jantzen / Wiener Linien

Streckenplan: APA / Wiener Linien

3D Modell: Architekt Mossburger / Wiener Linien

Entdecken. Schreiben. Fotografieren. Daniel ist sowohl kreativ als auch ambitioniert und angelt sich gerne die abenteuerlichen im7ten-Stories bei den Redaktionssitzungen, die er mit immer neuen Ideen bereichert. Sein Steckenpferd: ästhetische Bilder von Alltagssituationen.

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