ridentity

Posted On 21. Oktober 2016 By In Shops, Übers Grätzel With 925 Views

Ridentity – Neubau als Teil des Wiener Fahrrads

Dass das Fahrrad zum siebten Bezirk gehört, kann man wohl kaum leugnen. Seit kurzem beruht diese Verbindung allerdings auf Gegenseitigkeit. Durch das Projekt „Ridentity“ wird Neubau nun auch ein fester Bestandteil des Fahrrads, und zwar nicht irgendeines Fahrrads. Heineken hat in Kooperation mit Wiener Handwerkern und Künstlern das zukünftige Citybike der Bundeshauptstadt kreiert, so zumindest der Plan. 23 Bezirke, 23 Teile, ein Rad. Alle sind sie dabei, Donaustadt, Favoriten, Floridsdorf und eben auch Neubau. Aus jedem Stadtteil wurde ein Betrieb ausgewählt, dem die Aufgabe zuteilwurde, ein repräsentatives Einzelstück beizusteuern. Aus der Schottenfeldgasse im Siebten kommt die Fahrradnabe, produziert von „Weber Wolfgang Dreh- und Frästeile“.

Wiens Essenz in einem Fahrrad

Ridentity, das ist ein geschicktes Kofferwort, das sich aus Ride und Identity zusammensetzt, und das soll es ja auch bedeuten. Wiens Essenz in einem Fahrrad, so wirbt der Großkonzern für das Projekt. Der Prototyp ist eine Anlehnung an das klassische Waffenrad, die österreichische Version des englischen Swift-Rads. Mit Waffen hat das Modell nichts zu tun, der Name kommt vom ursprünglichen Hersteller, der „Österreichischen Waffenfabriks-Gesellschaft“. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts stellte das Unternehmen Fahrräder her, um auch in Friedenszeiten eine Einnahmequelle zu haben. Mittlerweile hat das Waffenrad Kultstatus erlangt und wird vor allem wegen seiner Langlebigkeit und der Stabilität des Rahmens hochgeschätzt.

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Einer für alle, alle für einen

Jeder Teil des Ridentity – Bikes ist eine Einzelanfertigung und präzise auf die anderen Stücke des Rads abgestimmt. Die Fahrradnabe von „Weber Wolfgang Dreh- und Frästeile“ ist der Mittelpunkt des Vorder- und Hinterrades und geht in die Speichen über, ein wichtiger Bestandteil, ohne dem das Endprodukt nicht vorankäme. Zu dem Auftrag kam Weber durch seine Bekanntschaft mit Daniel Reinhartz, Besitzer der „Radwerkstatt“ im 16. Bezirk, der mit dem Grafikdesigner Oliver Toman für die Umsetzung des Projekts verantwortlich ist, und am Ende alle Einzelteile zusammengesetzt hat.

Wiener Fahrradschau

Das vollendete Werk konnte man, passenderweise, auf der Wiener Fahrradschau bewundern. Die Messe kommt ursprünglich aus Berlin und fand dieses Jahr zum ersten Mal in Österreich statt. Vom 21.10. bis zum 23.10. öffnete die Marxhalle in der Karl-Farkas-Gasse Nummer 19 im 3. Bezirk ihre Tore für Liebhaber des Zweirads. Das Projekt „Ridentity“ wurde hier zum ersten Mal präsentiert.

Fotos: Brau Union Österreich

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Entdecken. Schreiben. Fotografieren. Daniel ist sowohl kreativ als auch ambitioniert und angelt sich gerne die abenteuerlichen im7ten-Stories bei den Redaktionssitzungen, die er mit immer neuen Ideen bereichert. Sein Steckenpferd: ästhetische Bilder von Alltagssituationen.

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