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Posted On 24. Februar 2017 By In Shops, Übers Grätzel With 1579 Views

Comerc – Mode abseits des Mainstreams

Mode ist mehr als Funktionalität, denn letztendlich trägt man Kleidung, mit der man sich identifizieren kann. Ob gewollt oder nicht, der Zwirn auf unserer Haut übermittelt eine Botschaft an all seine Betrachter. Im Fall der Trainingshose ist es eben das Bekenntnis zur Bequemlichkeit, eine Ode an die Beinfreiheit. Eine Uni Wien Tasche sagt: „Hey! Schau her, ich studiere seit zwei Wochen. Wo ist die Mensa?“ Aber ist es wirklich so einfach? Kann man Menschen anhand ihrer Kleidung kategorisieren? Natürlich nicht. Deswegen sollte man bei Modefragen auch am ehesten auf das eigene Urteil vertrauen, denn Individualität versinkt im Kollektiv. Wer auf zu viele Stimmen hört, verlernt zu sehen. Aber genug der Tiefgründigkeit. Wir waren bei Comerc in der Westbahnstraße 20 und haben herausgefunden, dass Mode viele Gesichter haben kann. In diesem Fall hauptsächlich skandinavische.

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Vom Skateshop zur Fashion Week

Bevor Chucky und Johnny den Comerc Store im Jahr 2012 gründeten, hatten sie andere Standbeine. Sie kam aus dem Design Bereich, er hatte einen Skateshop und verfügte über das betriebswirtschaftliche Knowhow. Mittlerweile sind die beiden auf Modeschauen in der ganzen Welt unterwegs. Es war gar nicht so leicht, einen Interviewtermin zu bekommen, mal waren sie in Kopenhagen, mal in Paris, zwischendurch zum Glück auch mal im Siebten. Der Lifestyle ist laut Chucky aber bei weitem nicht so glamourös, wie man sich das vorstellt. Statt auf Cocktailpartys den Anekdoten von Gisele Bündchen zu lauschen, treiben sich die beiden in riesigen Messehallen rum und halten Ausschau nach trendigem Textil. Was gefällt, wird für den Comerc Store bestellt und hängt etwa ein Jahr später kaufbereit in der Westbahnstraße. Ausgewählt wird nur, was ihnen selbst gefällt. „Was wir cool finden, das landet dann auch im Laden.“ Das Konzept funktioniert vor allem im Siebten gut. Man merke eben, dass hier Leute leben, die ein bisschen höhere Ansprüche an Design haben. Nicht nur bei Kleidung sei der Trend zu mehr Individualität zu erkennen, auch das Duftsegment von Comerc findet regen Anklang. „Die Leute legen auch bei Parfums Wert auf das Besondere und Einzigartige.“

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Comerc bringt exklusive Mode nach Wien

Comerc setzt auf einen modernen Stil, man will Menschen ansprechen, die abseits des Mainstreams shoppen und auf der Suche nach etwas Speziellem sind. Eben Leute, die nach Individualität streben und nicht in den großen Ketten kaufen. Die Idee ist, dass man ein Kleidungsstück erwirbt, mit dem man sich identifizieren kann, etwas, das nicht jeder Fünfte trägt. Im Sortiment befinden sich hauptsächlich skandinavische Marken. Es sind DesignerInnen, die hierzulande oft eher unbekannt sind. Junge Kreative, teils Ein-Personen-Betriebe. Viele von ihnen begannen mit nichts weiter als einer Nähmaschine und einem neuen Blickwinkel auf das, was irgendwann mal Mode sein könnte. Comerc holt ihre Kreationen nach Wien, manche Labels bekäme man in Österreich sonst gar nicht. Aber das Geschäft läuft auch auf internationaler Ebene gut. Die meisten Online-Bestellungen kommen aus dem Ausland. Aus Asien und Amerika, teilweise aus den Niederlanden. Der Traffic kommt trotzdem aus Wien. „Der Webshop wird als Schaufenster genutzt. Die Leute sehen, was es gerade gibt und kommen dann zum Probieren vorbei.“

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Feier fünf Jahre Comerc in der grellen Forelle

Es gibt Anlass zu feiern, der Comerc Store wird fünf Jahre alt. Am 18. März 2017 wird in der grellen Forelle ausgiebig zelebriert. Eingeladen ist jeder, der kommen will. Für das Event wurde gemeinsam mit der grellen Forelle eine eigene Kollektion zusammengestellt, die am Abend präsentiert wird. Danach sorgen  Dopplereffekt aus Detroit, Preddy Tendergrass (Personal Records) und DJ Buzz (Waxolutionists) für die passenden Vibes am Dancefloor. Tipp der Redaktion: Ein dickes Kreuz im Kalender, vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall.

 

Fotos: Daniel Klingler

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Entdecken. Schreiben. Fotografieren. Daniel ist sowohl kreativ als auch ambitioniert und angelt sich gerne die abenteuerlichen im7ten-Stories bei den Redaktionssitzungen, die er mit immer neuen Ideen bereichert. Sein Steckenpferd: ästhetische Bilder von Alltagssituationen.

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