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Posted On September 25, 2017By Veronika FischerIn Anno dazumal, Steine der Errinnerung

Steine der Erinnerung | Vakuum

Am 1. Oktober 2017 werden die Steine der Erinnerung in der Westbahnstraße enthüllt. Mit ihnen wird der 42 deportieren Menschen gedacht, die vor ihrer Verschleppung und Ermordung hier lebten. Die Beiträge von fünf KünstlerInnen bzw. KünstlerInnengruppen bilden das Rahmenprogramm der Veranstaltung. Unter ihnen ist auch Künstler Georg Böhme, den im7ten zum Gespräch bat. Die Westbahnstraße 7 war Viktor Kormes letzte Meldeadresse. Über die Umstände seiner Deportation oder ob er auf der Flucht gefasst wurde, ist nichts bekannt. Fest steht, dass er im kroatischen Konzentrationslager Jasenovac, in dem unter der Leitung der Ustascha vonRead More
steine der erinnerung
Im Jahr 1934 lebten laut Volkszählung 176 034 Juden in Wien, das entsprach 9,1 Prozent der Gesamtbevölkerung der österreichischen Bundeshauptstadt. Sieben Jahre später waren es nur noch 9 000, knappe 0,6 Prozent. Der Nationalsozialismus erschütterte die jüdische Gemeinde Wiens zutiefst und löschte sie beinahe gänzlich aus.  Doch wer waren jene Menschen, deren Schicksale von der Zerstörungswut des faschistischen Regimes verschlungen wurden? Um den Namenlosen wieder einen Namen zu geben, um Vergessenes wieder in Erinnerung zu rufen und nicht zuletzt, um der Ermordeten und Verschleppten zu gedenken, wurde der Verein „SteineRead More
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Der Siebente hat viele Gesichter – er zeigt sie in seinen BewohnerInnen, seinen Straßenzügen und seiner Geschäftsvielfalt. Er präsentiert sie aber auch in der Literatur, wo St. Ulrich, Neubau und Altlerchenfeld, Laimgrube und Schottenfeld, der Spittelberg und Teile von Mariahilf zum Schauplatz interessanter Erzählungen, historischer Momente und spannender Krimiszenen werden. Read More

Posted On Mai 8, 2017By Veronika FischerIn Anno dazumal

Die zwanzig Gedenktafeln am Neubau

Ich weiß gar nicht, was ich Ihnen zuerst erzählen soll, denn ich sag Ihnen: Die Recherche für diesen Beitrag war … abenteuerlich. Nicht nur, dass ich herausgefunden habe, das man den 7. Bezirk per Roller in etwa zwei Stunden komplett umrunden, durchqueren und allerlei sehen kann.Read More
domenico jacono
Ich schreibe seit über einem Jahr für diesen Blog und kann guten Gewissens behaupten, dass mir die Westbahnstraße nicht gänzlich fremd ist. Dieser pulsierende Strang im Herzen Neubaus diente schon so oft als erste Station einer vielversprechenden Entdeckungsreise. Und doch entzog sich eine wissenswerte Begebenheit bisher erfolgreich meiner Kenntnis. Dort, wo sich die Westbahnstraße in die Neubaugasse ergießt, nur ein Stockwerk über dem emsig belaufenen Gehweg, verbirgt sich ein Ort des Mysteriums. Wo sich der Nachhall längst erzählter Geschichten  als beinahe physisch wahrnehmbare Kraft durch den Raum erstreckt, dort tagtRead More
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Zuerst Teil 1 lesen Peter Friedrich ist mittlerweile 27. Vor zwei Jahren hat er die Firma seines Vaters übernommen und sie „Voigtländer und Söhne“ getauft. Er ist der führende Optiker Wiens und kennt sich bestens mit den damals verfügbaren Glassorten und den gebräuchlichen Schlifftechniken aus. Das fehlende Glied in Ettinghausens Plan. Ein Treffen wird arrangiert, Voigtländer und Petzval sollen einander vorgestellt werden.  Die Chemie stimmt, man einigt sich auf eine Zusammenarbeit. Petzval kümmert sich um die mathematische Optimierung, Voigtländer stellt die optischen Daten zur Verfügung. Mittlerweile hat sich die NachrichtRead More
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Innovation und Kreativität, funktionaler Mehrwert und die treibende Kraft des Fortschritts: Startups sprießen aus dem Boden wie frisch gegossene Kresse. Dabei sind Unternehmergeist und technologischer Weitblick alles andere als neu. Die Familie Voigtländer zeigt, dass Ehrgeiz, Kontakte und gute Ideen bereits vor zwei Jahrhunderten bare Münze wert waren. Eine Geschichte von einem Ritter, der das Dampfmobil nach Wien holte, die Fotografie revolutionierte und einen Weltkonzern schuf. Das erste Kapitel einer Erfolgsgeschichte Als Johann Christoph Voigtländer im Jahr 1755 nach Wien zieht, sucht sich die Donau noch ungezähmt ihre Bahnen, MariaRead More
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Wir reisen ins Jahr 1873: Wien, Hauptstadt der Donaumonarchie und kultureller wie auch wirtschaftlicher Blickpunkt im Jahr der Weltausstellung. In genau jenem Jahr gründet Emil Pfeiffer in der Neubaugasse 33 seine Puppen- und Spielwaren-Fabrik. Das Haus ist zu dem Zeitpunkt ein einstöckiger, niedriger Bau. Im Innenhof liegt Kopfsteinpflaster, einfache Holzleitern führen vom Hof in den Dachboden. Ein Betrieb, der sich in den nächsten fünfzig Jahren zu einer internationalen Größe entwickeln wird, hat hier seine Anfänge. Hergestellt werden neben Puppen auch Puppenperücken, Zöpfe und Putzwaren für Damen sowie kleine Figuren fürRead More
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Vier Straßen und Plätze erinnern am Neubau an starke, mutige und einflussreiche Frauen. Dreieinhalb um genau zu sein. Ein Versuch über die Frage der Perspektive. Ceija-Stoika-Platz, Kenyongasse, Jenny-Steiner-Weg, Augustinplatz – so schnell sind sie aufgezählt, die Straße, die Gasse, das Wegerl und der Platz (alles im Singular) im 7. Bezirk, die nach Frauen benannt wurden. Ich wollte Ihnen ursprünglich einen Artikel mit einer Auswahl aus den Straßen mit weiblichen Namensgeberinnen am Neubau schreiben, aber dann stellte sich heraus, wie viele es insgesamt sind und der Plan musste dementsprechend adaptiert werden. BevorRead More
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Das Modeatelier in der Westbahnstraße 36 blickt auf eine fast 70-jährige Geschichte zurück. Ingeborg Köberl vereint die Bodenständigkeit des Handwerksberufs mit meisterlicher Expertise, für die die Modeschöpferin bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Nach 30 Jahren Arbeit für ihr eigenes Label engagiert sie sich nun verstärkt für hohe Standards und den guten Ruf ihrer Sparte. Audrey Hepburn als Billy Wilders Sabrina, Grace Kelly in ihrem letzten Hollywood-Film Die oberen Zehntausend, Hollywood-Enfant-Terrible Marilyn Monroe und Jane Russell in Blondinen bevorzugt – es sind mehr als Filmklassiker… es ist der Stoff, aus dem dieRead More