fotoschule friedl kubelka

Posted On 13. Januar 2017 By In Allgemein With 496 Views

Schule Friedl Kubelka – Künstlerische Fotografie

Was ist Fotografie und was kann Fotografie? Fragen, deren Beantwortung nach mehr als nur rein technischen Definitionen verlangt. Denn die Wahrnehmung von Kunst ist subjektiv und kann schwer verallgemeinert werden. Es gilt, ein Gefühl für die Materie zu entwickeln, um aussagekräftige Werke zu erstellen. Die Schule Friedl Kubelka in der Neubaugasse Nummer 64 widmet sich ebenjenem Grundverständnis, das für angehende Fotograf/innen unabdingbar ist. Der einjährige Lehrgang für künstlerische Fotografie soll den Student/innen bei der Entdeckung des eigenen Stils helfen und ihnen den Mut geben, auch zu Werken zu stehen, die eventuell nicht dem aktuellen Mainstream entsprechen. Dabei geht es nicht um Prüfungen und Leistungsnachweise, wer hier studiert, tritt in einen Dialog mit dem Lichtbild und dessen Entstehung und erlangt einen tiefgehenden Einblick in die Welt der künstlerischen Fotografie.

Schule Friedl Kubelka

Österreichs erste Bildungseinrichtung für künstlerische Fotografie

Die Schule Friedl Kubelka wurde im Jahr 1990 gegründet und gilt somit als Österreichs erste Bildungseinrichtung für künstlerische Fotografie. Die Institution grenzt sich bewusst von klassischen, gewerblichen Fotografie-Ausbildungen ab. Durch die Auseinandersetzung mit verschiedensten Arbeitsweisen, die konstruktive Absprache mit Kunstschaffenden und das bewusste Erfahren zeitgenössischer Werke sollen die Grenzen und Stärken des Mediums Fotografie erkannt werden. Ein bunt gemischter Lehrkörper sorgt für Perspektivenvielfalt und Abwechslungsreichtum. Neben Dichter/innen, Architekt/innen und Maler/innen tragen kreative Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen frei über Themen vor, die sie momentan beschäftigen. Der gemeinschaftliche Besuch von Ausstellungen und Vernissagen hilft den Student/innen bei der Stilfindung und schafft ein Gefühl für das größere Ganze. Denn Kunst ist mehr als theoretisches Abgrenzen und Epochendenken.

Experimentelles Erfahren

Der Unterricht besteht aus diversen alternativen Zugängen zu dem Thema Fotografie. Die Schule Friedl Kubelka verfügt über eine eigene Dunkelkammer, in der abseits vom Digitalisierungszwang stilecht entwickelt wird. Außerdem werden interessante Workshops angeboten, die sich zum Beispiel der vergessenen Kunst der Kamera Obscura annehmen und die Produktionstechnik mit der Moderne verknüpfen. Im persönlichen Gespräch gehen die Dozent/innen gezielt auf die Fragen der Studierenden ein und nehmen sich Zeit, um Werke, Gedankengänge und Motive zu erörtern. Die Grenze zwischen Lehren und Lernen wird bewusst hinterfragt, es geht schließlich um die gemeinsame Weiterentwicklung, welche am ehesten durch offenen Diskurs und das Aufbrechen von Bildungshierarchien gefördert wird.

Schule Friedl Kubelka

Wer darf teilnehmen?

Die Schule Friedl Kubelka legt Wert auf Vielfalt und eine funktionierende Gruppendynamik. Pro Jahrgang werden allerdings nur 12 – 15 Student/innen aufgenommen. Die Interessenten werden in einem individuellen Aufnahmegespräch nach ihrer Motivation und ihrem Zugang zur Fotografie gefragt, außerdem werden bisherige Werke der Kandidat/innen besprochen, um festzustellen, ob die Bewerber/innen zur Schule passen. Die Vereinbarung der Aufnahmegespräche erfolgt an eigens angebotenen Informationsabenden. Mitmachen kann im Prinzip jeder, die Grundvoraussetzungen sind Volljährigkeit und vorhandenes Interesse an künstlerischer Fotografie. Die Ausbildung dauert ein Jahr und wird mit Diplom abgeschlossen, die Studiengebühren belaufen sich dabei auf 1.540 Euro, welche zu Beginn der Ausbildung zu entrichten sind. Die Lehreinheiten werden flexibel eingeteilt und können auch berufsbegleitend besucht werden.Die Vorträge der “Schule Friedl Kubelka für unabhängigen Film” finden in denselben Räumlichkeiten statt und können kostenlos besucht werden.

Fotos: Schule Friedl Kubelka

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Entdecken. Schreiben. Fotografieren. Daniel ist sowohl kreativ als auch ambitioniert und angelt sich gerne die abenteuerlichen im7ten-Stories bei den Redaktionssitzungen, die er mit immer neuen Ideen bereichert. Sein Steckenpferd: ästhetische Bilder von Alltagssituationen.

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