Tagebuch von Franz Blaas September 2013

Das Tagebuch von Franz Blaas

Die Westbahnstraße aus der Froschperspektive.

Und das Weltgeschehen.

Ein Tagebuchformat.

6. September 2013: Alarmanlage im Uhrengeschäft, gegenüber, ging um drei los, dauerte lange, bis sie wieder ausgeschaltet wurde. Vespa-Roller sind immer mehr abgestellt.
Deutschland: Österreich 3:0, Russland stimmt Militäranschlag gegen Syrien nicht zu.

5. September 2013: An der Hauswand von Schreiners Gasthaus ist ein neues großes Graffiti, ein Birdcode.
Treffen der G20 in Petersburg. Wirtschaft und Syrien.

4. September 2013: Zwei Bäumchen, kümmerlich, bei der Haltestelle 49 stadteinwärts, wurden ausgegraben und weggebracht. Vorm Felzl wurde eine Sitzbank aufgestellt.
Fukushima hat viele Lecke, verstrahltes Wasser soll von großem Eisblock aufgehalten werden.

3. September 2013: Billa am Urban Loritz Platz neuumgebaut, Gourmetbilla.

Fukushima, die hatten falsche Messgeräte, Putin spricht auch von Verbrechen, aber es muss einwandfrei geklärt werden, wer den Giftgasangriff getätigt hat.

2. September 2013: Trafikant ist beleidigenst gegen Vassilakou, man sollte das Geländer absägen, an dem sie sich anlehnt, meint er zur Kellnerin im Kirchencafé. A. sperrt heute wieder auf. G., vom Eissalon, ging ein Stück mit mir, dann bog er in die Kirche ab.
Holland will auch Parlament anhören und sich dann entscheiden, wie in Syrien zu tun ist.

1. September 2013: Der Mann, der immer Bier schon am Vormittag im Café Ludwig trank, trinkt plötzlich Sinalco. Scheint mit dem Saufen aufgehört zu haben, oder aufhören zu wollen.
Angela Merkel und Peer Steinbrück im TV-Duell, unentschieden laut Nachberichten. Frankreich immer noch für Strafaktion gegen Syrien. Überschwemmungen in China.

Wie es dazu kam, lest ihr hier: https://www.im7ten.com/franz-blaas-a-sign-for-the-city/

Franz Blaas verfolgte ein Jahr lang das Geschehen auf der Westbahnstraße und das der Welt. Seine Eindrücke des Jahres 2013 werden nun hier veröffentlicht.

Texterklärung: Wien – Schriftfarbe grau, Weltgeschehen – Schriftfarbe lila

Miriam Tsekas

Die Germanistikstudentin liebt die Natur sowie die Kultur gleichermaßen. Ihr Bestreben, in der Kultur schöpferisch Fuß zu fassen und für eine breite Allgemeinheit tätig zu werden, hat sie in der Recherche am Volkstheater bereits verwirklicht. Was die Natur anbelangt, geht ihr aber weiterhin nichts über einen regennassen Sommertag oder schneebedeckte Berge. Derart minimalistisch und existenziell kann das Schreiben also sein und wer sich davon selbst ein besseres Bild machen möchte, liest am besten gleich auf www.im7ten.com nach ☺

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