Ein Blog berichtet über den 7ten Bezirk

Ein Haus voll Literatur. Das Literaturhaus.

Literaturhaus aussenDoch was genau Literatur bedeutet, ist, ob in aller Munde, nicht leicht erklärbar. Literatur, aus dem Lateinischen literatura bedeutet Wort. Geschrieben oder gesprochen sei jetzt einmal hintan gestellt.

Und was hat es somit mit einem Haus der Wörter auf sich? Was will dieses bezwecken? – Will es überhaupt irgendetwas bezwecken?

Bibliothek, Forum, Archiv, Diskussionsraum, Vermittlung. All das will es sein. Das Haus der Wörter. Der schönen Wörter, welche jedoch oftmals auch Schreckliches erzählen. Vom Fortgehen müssen, Alleinsein und Ausgestoßen werden. Auch hierfür ist Platz in diesem Haus. Es sollte nur in aller Munde bleiben. Gesprochen und ausgetauscht werden sollte sich hier, darüber und noch über vieles Andere, was vielleicht noch nicht zu Papier gebracht wurde.

Offen ist dieses Haus – für jede und für jeden. Für die, die Zuhören, sich berieseln lassen wollen, oder diejenigen, welche mitreden, selbst reden oder vorlesen wollen. Möglichkeiten gibt es genug. Fehlen darf nur der Österreichbezug nicht – in welcher Art und Weise sei freigestellt.

Und wer die Ruhe bevorzugt, um sich ganz und gar in ein Thema zu vertiefen, dem öffnet die Bibliothek ihre Türen. Und eröffnet sich immer neu.

Um all diese Vielfältigkeit zu zeigen und darzubieten braucht es einen Raum, und diesen gibt es hier.

Zahlreiche Veranstaltungen, Poetry Slams, Diskussionen, Lesungen und auch interkulturelle Veranstaltungen reichen sich hier die Hände.

Eine dieser Veranstaltungen ist mir besonders ans Herz gewachsen: ¡En español, por favor!

Hier lesen österreichische, sowie auch spanische und lateinamerikanische Autoren und Autorinnen ihre Werke vor. Diese Texte werden dann in die jeweilig andere Sprache von Dolmetscherinnen und Dolmetschern übersetzt und vorgetragen. Hierbei ist nicht nur die zweisprachige Lesung das Fesselnde, sondern auch der Austausch und das Nebeneinander von Autorinnen und Autoren, Übersetzerinnen und Übersetzern, sowie auch Studentinnen und Studenten des Romanistikinstituts der Universität Wien.

Zumindest vor vier Jahren, als diese Veranstaltung noch VI. Festival Lateinamerikanischer Poesie in Wien hieß, konnten wir Studentinnen und Studenten der Romanistik, animiert von Dr. Claudia Leitner (Lehrende des Romanistikinstituts Wien), mithelfen und somit vollständig in das Festival eintauchen und Kontakte zu Autorinnen und Autoren knüpfen.

Ich kann allen, welche Lust und Freude an Literatur im Allgemeinen und spanischsprachiger im Speziellen haben, wärmstens empfehlen diese Chance zu nutzen, hinzugehen, zuzuhören und ein Stück weit mehr an Literaturwelt mit nach Hause zu nehmen.

Am Dienstag den 14. April 2015 um 19 Uhr im Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien  www.literaturhaus.at

(Der Eintritt ist, wie bei allen Veranstaltungen frei!)

In diesem Sinne, ein Ausschnitt aus IM HIN UND HER von Robert Schindel, Mein mausklickendes Saeculum, 2008

Im Hin und Her

Wenn den Leuten die Wörter

Aus dem Mund fallen und jeweils

An Anderen was bewirken

Oder eben schon gar nicht

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