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Wiener Lied Beitragsbild

Posted On Februar 11, 2016By Philipp MosetterIn Glosse, Kolumne

Im 7ten – Februar 2016

Der Februar wird bekanntlich nur selten besungen. Weder im romantischen Liedgut, noch im Volkslied spielt der Februar eine Rolle. Ja, nicht einmal das Wiener Lied, das ja in erster Linie ein Klagelied ist, widmet dem Februar auch nur die geringste Aufmerksamkeit. Selbst Wilhelm Wiesberg, von dem es heißt, dass er über 1.000 Wiener Lieder geschrieben haben soll, viele davon übrigens in seiner Stammkneipe in der Neustiftgasse 96, hat jemals den Februar besungen. Was um so erstaunlicher ist, muss es doch im Februar 1879 gewesen sein, als er sich von WenzelRead More
Bild Lächeln und alles wird gut

Posted On Januar 14, 2016By Philipp MosetterIn Glosse, Kolumne

Im 7ten – Jänner 2016

Im Hof der Lindengasse Nummer 46 steht ein Götterbaum. Es ist ein besonders schönes Exemplar und steht daher nicht nur unter Schutz sondern ist auch ein eingetragenes Naturdenkmal. Gerade in diesen ersten Tagen des neuen Jahres ist dieser Götterbaum wahrlich ein Denkmal. Denn wo der Mensch noch mit seinen Vorsätzen und Hoffnungen beschäftigt ist, erinnert uns der Baum daran, dass es auch ganz anders kommen kann. Dieser Götterbaum ist der letzte Überlebende von einst großen Plänen. Denn hier war das Zentrum von Europas größter Seidenfabrikation: vor 200 Jahren ratterten hierRead More

Posted On Dezember 9, 2015By Philipp MosetterIn Glosse, Kolumne

Im 7ten – Dezember 2015

Jedes Jahr um diese Zeit ändern sich die Trinkgewohnheiten der Menschen. Ob allerdings die Vernebelung der Sinne nur Wirkung und nicht vielmehr Vorraussetzung für das exzessive Punschtrinken ist, kann an dieser Stelle nicht wirklich geklärt werden. Unstrittig hingegen ist die Schuldfrage. Albrecht I. hat nämlich im Jahre 1294 das Privileg zum Abhalten eines Dezembermarktes in Wien erteilt und darf seither als Urheber der Weihnachtsmärkte bezichtigt werden. Damit hat jener Albrecht I. seinen eigenen Vater, und der war kein geringerer als Rudolf I. und erster Habsburger auf jenem Thron, den dieseRead More

Posted On November 11, 2015By Philipp MosetterIn Glosse, Kolumne

Im 7ten – November 2015

Unweit der Kandlgasse Nummer 29, wo eine Gedenktafel an den Zeichner, Maler und Illustrator Ernst Juch (1838 – 1909) erinnert, der vor allem für seine Satiren und Karikaturen in Erinnerung bleiben wird, lassen sich Szenen erleben – wie von Ernst Juch gezeichnet: Eine Vitrine. In der Vitrine – ein Schokokuchen. Vor dem Schokokuchen ein kleines Schild auf dem zu lesen steht: „Schokokuchen“. Vor der Vitrine mit dem Schildchen „Schokokuchen“ vor dem Schokokuchen eine Dame mit Anspruch. Sie deutet auf den Schokokuchen mit dem Schildchen „Schokokuchen“ davor und fragt in schneidendemRead More

Posted On Oktober 7, 2015By Philipp MosetterIn Glosse, Kolumne

Im 7ten – Oktober 2015

Bei Matthäus (Kapitel 26, Vers 41) findet sich der Satz: „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Eine beliebte Entschuldigung, wenn so ein Mensch mal wieder einer Versuchung erlegen ist und dabei keine Rücksicht auf gute Argumente genommen hat. Insgesamt benennt der Evangelist Matthäus damit aber ein zutiefst menschliches Dilemma dem eigentlich nur mit eiserner Disziplin beizukommen ist. Ob Matthäus selbst als Beispiel für Disziplin gelten kann wissen wir nicht. Von Maria, genannt Mizzi, Langer-Kauba lässt sich das jedoch schon mit sehr viel größerer Sicherheit behaupten. Sie betriebRead More

Posted On September 10, 2015By Philipp MosetterIn Glosse, Kolumne

Im 7ten – September 2015

Dieser Sommer, das kann man ohne Übertreibung sagen, war ein ganz besonderer. Zum Beispiel war er ein ganz besonders trockener Sommer. Man muss schon in den Wetteraufzeichnungen bis ins Jahr 1911 zurückforschen, um einen ähnlich trockenen Sommer zu finden. 1911 wurde übrigens jenes tonnenförmige Gebäude an der Ecke Mariahilfestraße/Kaiserstraße erstmals eröffnet, das dieser Tage wieder einmal wiedereröffnet wird. Man kennt das Gebäude als Stafa. Die Abkürzung steht für „Staatsangestellten Fürsorgeanstalt“, was doch ein sehr österreichischer Pleonasmus ist. Aber das nur nebenbei. Ähnlich vielsagend wie der Name ist auch das neueRead More

Posted On August 11, 2015By Philipp MosetterIn Glosse, Kolumne

Im 7ten – August 2015

Unvergessen, wie der unvergessliche Paul Hörbiger einst das Lied „Das muss ein Stück vom Himmel sein“ intonierte. Leicht vergessen wird dabei allerdings, dass eine solche, wenn auch gesungene Vermutung Menschen dazu verleiten kann, ihr Land zu verlassen und hier eben besagtes beziehungsweise besungenes Stück vom Himmel zu suchen. Jedenfalls für Deutschland lässt sich dieser direkte Zusammenhang nicht von vornherein ausschließen. Der 7te Wiener Gemeindebezirk kann ein Lied davon singen, was es bedeutet, solche Himmelssucher aufzunehmen, hat er doch überdurchschnittlich vielen dieser Flüchtlinge aus Deutschland einen neuen Anfang ermöglicht. Apropos Anfang.Read More

Posted On Juli 9, 2015By Philipp MosetterIn Glosse, Kolumne

Im 7ten – Juli 2015

Nun hat dieser Tage, um genau zu sein am kommenden Sonntag den 14. Juli, Gustav Klimt wieder einmal Geburtstag. Es ist übrigens sein 153ster, was wahrscheinlich wegen der ungeraden Zahl und seiner zu vermutenden Abwesenheit dieses Jahr nicht groß gefeiert werden wird. Das tut zwar seiner Bedeutung keinen Abbruch, ist aber dennoch bedauerlich. Immerhin sind solche Feierlichkeiten stets willkommene Gelegenheit für eine tiefschürfende Rede mit ganz neuen Erkenntnissen. Beispielsweise den Bart betreffend. Denn Klimt war ja nicht nur Künstler und als solcher Secessionist, er war auch Bartträger. Und – erRead More

Posted On Juni 10, 2015By Philipp MosetterIn Glosse, Kolumne

Im 7ten – Juni 2015

Als der Herr seine Schätze über die Welt verteilte, war es ihm wohl ein Anliegen, Ungerechtigkeit walten zu lassen. Denn wo er rund herum alles mit üppig wucherndem Grün, mit Wäldern, Wiesen und Gärten beschenkte, für das kleine Grätzel zwischen Kaiserstraße und Neubaugasse, zwischen Mariahilfer- und Lerchenfelderstraße hatte er nur mehr sehr, sehr wenig von dem schönen Grün übrig. Aber die Menschenkinder scherten sich nicht um des Herrn Willkür und so darf sich der kleine Flecken heute trotzdem als grün bezeichnen. Zwar kaum Grün, jedoch reichlich Grüne. Nun hat dieserRead More

Posted On Februar 16, 2015By Gudrun KirchertIn Kolumne

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