Kunst, Design und Fotografie – Ein Streifzug durch Neubaus einzigartige Museen

Museen gibt es im 7. Bezirk einige: Das MuseumsQuartier, das Bezirksmuseum Neubau, das Möbelmuseum Wien, das Leopold Museum, das ZOOM Kindermuseum und das WestLicht sind nur einige Beispiele.

Winter in Wien heißt, sich Zeit zu nehmen. Zeit für Kunst, für Geschichte und für Orte, die zum Verweilen einladen. Im 7. Bezirk liegen viele dieser Orte dicht beieinander. Zwischen Innenhöfen, historischen Gebäuden und moderner Architektur öffnet sich eine außergewöhnliche Museumslandschaft, die sich ideal für eine Entdeckungstour eignet. Wir lassen die Kälte draußen, wechseln von Raum zu Raum und sammeln Eindrücke, die weit über einen klassischen Museumsbesuch hinausgehen. Mal begegnen wir großen Namen der Kunstgeschichte, mal überraschenden Blickwinkeln auf Alltag, Design und gesellschaftliche Themen. Die Wege sind kurz, die Vielfalt groß und jedes Haus erzählt seine eigene Geschichte. Gerade an grauen Tagen entfaltet der Neubau seinen besonderen Reiz und zeigt, wie lebendig Kultur sein kann. Begleitet uns auf einer Museumstour durch den Siebten und entdeckt, warum dieser Teil Wiens auch in der kalten Jahreszeit begeistert.

300 Jahre Geschichte: Wie das MuseumsQuartier zu einem offenen Kulturforum wurde

Wir spazieren heute durch das MuseumsQuartier, kurz MQ, im Siebten und tauchen in nahezu 300 Jahre Geschichte ein. Das Areal wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als kaiserliche Hofstallungen nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtet und diente nach dem Ende der Monarchie lange Zeit als Messe- und Ausstellungsgelände. Doch wann begann eigentlich der Plan, Kultur hier neu zu denken? Erst in den 1980er-Jahren nahm die Idee eines offenen Kulturforums Gestalt an. Mit dem Umbau und den markanten Neubauten von den Architekten-Brüdern Laurids und Manfred Ortner wurde das MuseumsQuartier schließlich 2001 eröffnet. Heute treffen hier historische Architektur und zeitgenössisches Design aufeinander und über 50 kulturelle Institutionen sind hier beheimatet. Wir finden im MQ unter anderem das Architekturzentrum Wien, das mumok, die Kunsthalle Wien, das Leopold Museum und das ZOOM Kindermuseum. Diese Orte werden wir uns nun Schritt für Schritt genauer ansehen.

Vom 20er Haus zum MuseumsQuartier: Die Entstehungsgeschichte des mumok

Unser Rundgang startet am Museumsplatz 1, 1070 Wien, im MuseumsQuartier, wo uns das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien aus dunklem Lavabasalt sofort auffällt. Die Geschichte des Hauses reicht bis 1962 zurück, als im ehemaligen Österreich-Pavillon der Weltausstellung in Brüssel das 20er Haus eröffnet wurde. Damit setzt Wien ein frühes Statement für internationale zeitgenössische Kunst. 1979 brachte die Sammlung von Peter und Irene Ludwig aus Aachen Pop Art, Fotorealismus und weitere Strömungen ins Haus. Mit der wachsenden Sammlung wurde schnell klar: Es braucht mehr Platz. Neben dem 20er Haus entstand ein weiterer Standort im barocken Palais Liechtenstein und die 1981 gegründete Österreichische Ludwig-Stiftung sicherte viele Werke dauerhaft. 1991 erhielt das Museum seinen heutigen Namen mumok und seit 2001 ist es im markanten Neubau im MuseumsQuartier beheimatet. Über eine Treppe gelangen wir zum Eingang, und auf mehreren Ebenen erwarten uns wechselnde Ausstellungen und Dauerpräsentationen.

Aktuelle Ausstellungen:

In der Ausstellung „Tobias Pils. Shh“ im mumok sind neue Werke des in Wien lebenden Künstlers zu sehen, der mit reduzierter Farbpalette zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit balanciert. Tobias Pils, geboren 1971 in Linz, gilt als eine der interessantesten zeitgenössischen Stimmen der Malerei.

In seinen Gemälden entstehen Zwischenräume, in denen Werden und Vergehen, Ruhe und Bewegung zugleich spürbar werden. Die Arbeiten laden zu einer stillen, fast meditativen Auseinandersetzung mit der Malerei ein.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Manuela Ammer. Sie ist noch bis 12. April 2026 zu sehen.

Pils Tobias Pils Night on Earth, 2018 Mischtechnik auf Leinwand 283 x 200 cm Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln Foto: Jorit Aust © Tobias Pils
Pils Tobias Pils Night on Earth, 2018 Mischtechnik auf Leinwand 283 x 200 cm Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln Foto: Jorit Aust © Tobias Pils
Ono Yoko Ono Painting to Hammer a Nail, 1961/2005 34.9 x 26.6 x 11.4 cm Eisennägel, Gewebe, Hammer, Haare, Kette, Farbe und Kunstharz auf Holz mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien Schenkung der Künstlerin, 2008 © Yoko Ono
Ono Yoko Ono Painting to Hammer a Nail, 1961/2005 34.9 x 26.6 x 11.4 cm Eisennägel, Gewebe, Hammer, Haare, Kette, Farbe und Kunstharz auf Holz mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien Schenkung der Künstlerin, 2008 © Yoko Ono

Die Ausstellung „Mapping the 60s – Kunstgeschichten aus den Sammlungen des mumok (Fokus #2)“ entführt in die 1960er-Jahre, deren Kämpfe um Freiheit, Gleichberechtigung, Popkultur und Konsum bis heute nachwirken, wie zum Beispiel in Bewegungen wie Black Lives Matter oder #MeToo.

Im Mittelpunkt stehen Kunst- und Kulturräume, die damals Aufbruch ermöglichten: Fluxus, Nouveau Réalisme, Aktionen, Happenings und gesellschaftliche Debatten. Die Schau sprengt klassische Vorstellungen vom Kunstwerk und verknüpft die Werke direkt mit der Realität.

Kuratiert von Manuela Ammer, Marianne Dobner, Heike Eipeldauer, Naoko Kaltschmidt, Matthias Michalka und Franz Thalmair, ist die Ausstellung noch bis 19. April 2026 zu sehen.

01 Yoon Jongsuk Yoon Kumgangsan, 2024 Gouache auf Wand 300 × 1440 cm Photo: Klaus Pichler / mumok Courtesy the artist and Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien
01 Yoon Jongsuk Yoon Kumgangsan, 2024 Gouache auf Wand 300 × 1440 cm Photo: Klaus Pichler / mumok Courtesy the artist and Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien

Die Ausstellung „Jongsuk Yoon: Kumgangsan“ präsentiert eine beeindruckende Wandgestaltung der in Europa lebenden südkoreanischen Künstlerin. Jongsuk Yoon verbindet westliche Moderne mit der ostasiatischen Landschaftstradition Sansuhwa und arbeitet mit großflächigen Farbformen, in denen Schichten, Übermalungen und meditative Gesten sichtbar werden.

Ausgangspunkt ist der Kumgangsan, der „Diamantenberg“, der für die 1945 erfolgte Teilung Koreas steht und die bis heute spürbaren geopolitischen Spannungen sowie traumatischen Folgen thematisiert.

Kuratiert von Manuela Ammer, Marianne Dobner, Heike Eipeldauer, Naoko Kaltschmidt, Matthias Michalka und Franz Thalmair, ist die Ausstellung noch bis 19. April 2026 zu sehen.

In der Ausstellung „Die Welt von morgen wird eine weitere Gegenwart gewesen sein“ verbinden sich Werke der Klassischen Moderne aus der mumok-Sammlung mit zeitgenössischen Positionen. In fünf raumgreifenden Installationen treten Künstler*innen wie Nikita Kadan, Barbara Kapusta, Frida Orupabo, Lisl Ponger und Anita Witek direkt mit historischen Arbeiten in Dialog.

Die Kombination aus eigenen Arbeiten und neu interpretierten Werken schafft vielschichtige Erzählräume, in denen aktuelle Fragen auf ihre historischen Vorläufer treffen. Zeit wird hier zirkulär gedacht, und neue Perspektiven auf die Gegenwart entstehen zwischen Erinnerung, Reflexion und Zukunft.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Franz Thalmair und ist noch bis 17. Mai 2026 zu sehen.

02a Bellmer Hans Bellmer La Bouche, 1935 16 x 16 cm Silberbromidabzug, koloriert mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, erworben 1978 © Bildrecht, Wien 2025
02a Bellmer Hans Bellmer La Bouche, 1935 16 x 16 cm Silberbromidabzug, koloriert mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, erworben 1978 © Bildrecht, Wien 2025
01 Lassnig Maria Lassnig Fliegen lernen, 1976 177 x 127 cm Tempera auf Leinwand mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, erworben 1980 © Maria Lassnig Stiftung
01 Lassnig Maria Lassnig Fliegen lernen, 1976 177 x 127 cm Tempera auf Leinwand mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, erworben 1980 © Maria Lassnig Stiftung

Die Ausstellung „Nie endgültig! Das Museum im Wandel“ im mumok widmet sich der Direktionszeit von Dieter Ronte (1979–1989), einer entscheidenden Phase für die Ausrichtung des Hauses.

In diesem Jahrzehnt öffnete sich das Museum stärker für internationale Kooperationen, gesellschaftspolitische Themen und gezielte Sammlungserweiterungen, die das Profil des Hauses bis heute prägen. Das offene, interaktive Format lädt zum Mitdenken, Diskutieren und zur Reflexion der Sammlungsgeschichte ein.

Kuratiert wurde die Schau von Marie-Therese Hochwartner und Dieter Ronte; sie ist noch bis 17. Mai 2026 zu sehen.

In „Feudal Holes“ wird Claudia Pagès Rabals langjährige Recherche zur Seidenstraße vorgestellt, dem historischen Netzwerk von Handelsrouten, über das Waren, Wissen und Kultur über Jahrhunderte zirkulierten.

Die in Barcelona lebende Künstlerin zeigt in Videoarbeiten, Performances, Skulpturen und Zeichnungen, wie sie sich mit der Geschichte der Iberischen Halbinsel, globalen Migrationen, territorialen Ansprüchen und der kulturellen Vernetzung im Mittelmeerraum auseinandersetzt. Die Ausstellung verknüpft Vergangenheit und Gegenwart, Räume und Kulturen auf eindrucksvolle Weise.

Kuratiert von Franz Thalmair, ist die Schau noch bis 17. Mai 2026 zu sehen.

01 Pagès Rabal Claudia Pagès Rabal Feudal Hole, 2025 Videostill, work in progress Courtesy of the artist
01 Pagès Rabal Claudia Pagès Rabal Feudal Hole, 2025 Videostill, work in progress Courtesy of the artist
03 Ausstellungsansicht Ausstellungsansicht Friedrich Kiesler. Endless House Foto: mumok / Klaus Pichler
03 Ausstellungsansicht Ausstellungsansicht Friedrich Kiesler. Endless House Foto: mumok / Klaus Pichler

In der Dauerpräsentation „Endless House von Friedrich Kiesler“ wird deutlich, wie Architektur, Kunst und Wohnen neu gedacht werden können. Friedrich Kiesler, visionärer österreichisch-amerikanischer Architekt, Künstler und Theoretiker, zeigt mit dem Modell des Endless House von 1959, wie Wände, Decken und Böden ineinanderfließen und klassische Raumgrenzen aufgelöst werden.

Grundlage der Präsentation bilden rund 30 Arbeiten, die Gertraud und Dieter Bogner 2017 schenkten. Auch wenn das Haus nie realisiert wurde, wird Kieslers visionäre Idee hier greifbar.

Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit der Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung und ist seit 5. Juli 2024 im mumok zu sehen

Leopold Museum: Von Schiele bis Moderne

Der Rundgang im MuseumsQuartier führt weiter zum Leopold Museum. Schon von außen fällt der markante, hohe Bau ins Auge und macht neugierig auf das, was uns drinnen erwartet. Tatsächlich begegnen wir hier einer der weltweit bedeutendsten Sammlungen österreichischer Kunst mit über 8.000 Werken.
Die Sammlung geht auf Rudolf und Elisabeth Leopold zurück, die über fünf Jahrzehnte mit viel Gespür, Neugier und Leidenschaft Kunst zusammengetragen haben. Besonders beeindruckend ist die weltweit größte Egon Schiele-Sammlung, die im Museum mit über 220 Werke zu sehen ist. 1994 brachte Rudolf Leopold den Großteil seiner Sammlung mit rund 5.200 Werken in die Leopold Museum Privatstiftung ein. Möglich wurde dies durch eine Beteiligung der Republik Österreich und der Oesterreichischen Nationalbank. Ein Teil der Sammlung blieb weiterhin in Privatbesitz. Seit 2001 ist die Sammlung im eigens dafür errichteten Leopold Museum im MQ zuhause, einen Ort, den wir heute als zentralen Fixpunkt für Kunst in Wien erleben.

Aktuelle Ausstellungen:

FERDINAND HODLER, Blick ins Unendliche III, 1903/04 © Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne. Erworben 1994 | Foto: MCBA/Lausanne
FERDINAND HODLER, Blick ins Unendliche III, 1903/04 © Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne. Erworben 1994 | Foto: MCBA/Lausanne

Die Ausstellung „Verborgene Moderne. Faszination des Okkulten um 1900“ führt ins ausgehende 19. Jahrhundert, eine Zeit der Suche nach naturverbundenen Lebensformen jenseits des Materialismus. Zwischen Wagner, Nietzsche und fernöstlicher Theosophie experimentierten Künstler*innen und Intellektuelle mit Landkommunen, Vegetarismus, Ausdruckstanz und spiritistischen Zirkeln.

Okkulte Schriften, Trance und unsichtbare Kräfte inspirierten Künstler wie Richard Gerstl, Egon Schiele und Oskar Kokoschka.

Die Ausstellung beleuchtet diese Impulse und zeigt ihren nachhaltigen Einfluss auf Kunst und Moderne. Zu sehen bis 18. Jänner 2026.

Die Ausstellung „Wege zur Wirklichkeit. Von Waldmüller bis Romako“ präsentiert über 100 Meisterwerke österreichischer Malerei aus Biedermeier, Realismus und Stimmungsimpressionismus, viele davon zum ersten Mal. Porträts und Genreszenen des Vormärz eröffnen den Rundgang, darunter Werke von Ferdinand Georg Waldmüller mit leuchtender Farbigkeit und präziser Lichtführung. Landschaftsdarstellungen von Friedrich Gauermann, Thomas Ender und Rudolf von Alt erweitern den Blick.

Ab der Jahrhundertmitte bereichern Motive aus Ungarn, Italien, Dalmatien und den Niederlanden die Malerei, während Anton Romako mit eigenwilliger Farbgebung und psychologischer Tiefe den Wiener Frühexpressionismus einleitet.

Die Ausstellung ist zu sehen bis 25. Jänner 2026.

FERDINAND GEORG WALDMÜLLER, Heimkehrende Mutter mit Kindern, 1863 © Leopold Museum, Wien, Foto: Leopold Museum, Wien
FERDINAND GEORG WALDMÜLLER, Heimkehrende Mutter mit Kindern, 1863 © Leopold Museum, Wien, Foto: Leopold Museum, Wien
BRIGITTE KOWANZ/EVA SCHLEGEL, Kunstinstallationen im Leopold Museum, Wien, 2025, Eva Schlegel/ESTATE BRIGITTE KOWANZ, Rendering: D. Minovski © Bildrecht, Wien 2025
BRIGITTE KOWANZ/EVA SCHLEGEL, Kunstinstallationen im Leopold Museum, Wien, 2025, Eva Schlegel/ESTATE BRIGITTE KOWANZ, Rendering: D. Minovski © Bildrecht, Wien 2025

Im Erdgeschoss des Leopold Museums fällt der Blick nach oben auf die erste Kunstinstallation zur MQ Libelle. Die 2020 eröffnete Libelle auf dem Dach des Museums ist die erste bauliche Erweiterung des MuseumsQuartiers seit 2001 und wirkt wie eine schwebende Plattform über dem Areal.

Architektur und Kunst verschmelzen hier zu einem Gesamtkunstwerk: Die Architekten Laurids und Manfred Ortner entwickelten die Libelle gemeinsam mit den Künstlerinnen Brigitte Kowanz und Eva Schlegel.

Bereits Ende der 1990er-Jahre entstand die Vision dieser Plattform, nachvollziehbar durch großformatige Kreidezeichnungen in der Ausstellung. Die Lichtkreise von Kowanz und die raumgreifenden Installationen von Schlegel sind hier erstmals in Österreich gemeinsam zu sehen.

Die Ausstellung „KOWANZ. ORTNER. SCHLEGEL“ läuft noch bis 25. Jänner 2026.

Die seit März 2019 bestehende Dauerpräsentation „Wien um 1900 – Aufbruch in die Moderne“ in den beiden oberen Stockwerken des Leopold Museums entführt in ein Wien zwischen Hochadel und liberalen Intellektuellen, prachtvollen Ringstraßenbauten und Armut, Tradition und aufkommender Moderne.

Rund 1.300 Exponate aus der eigenen Sammlung sowie bedeutende Dauerleihgaben vermitteln die kreative und intellektuelle Energie dieser Zeit und zeigen, warum Wien um 1900 als Zentrum der Moderne gilt.

Die Ausstellung wurde von Hans-Peter Wipplinger kuratiert.

Wien 1900 Startseite © Leopold Museum Wien
Wien 1900 Startseite © Leopold Museum Wien

Mitten im MQ und doch leicht zu übersehen: Die Kunsthalle Wien

Zwischen Leopold Museum und mumok liegt ein Haus, das man leicht übersieht. Dabei lohnt sich ein genauer Blick: die Kunsthalle Wien. Ihre Wurzeln reichen zurück ins Jahr 1992, als ein gelber Containerbau von Adolf Krischanitz am Karlsplatz eröffnete und rasch zu einem wichtigen Ort für zeitgenössische Kunst wurde. Seit 2001 ist die Kunsthalle im MuseumsQuartier zuhause. Die Architekten Ortner & Ortner schufen hier einen spannenden Dialog zwischen historischer Winterreithalle und moderner Architektur. Zwei Ausstellungshallen mit ganz unterschiedlicher Atmosphäre bieten heute großzügigen Raum für zeitgenössische Positionen. Der frühere Container wich einem Glaspavillon am Karlsplatz, der bis heute als lebendiger Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt wird. Mit beiden Standorten bleibt die Kunsthalle Wien ein zentraler Treffpunkt für aktuelle Kunst und neue Perspektiven.

Aktuelle Ausstellungen:

Ausstellungsansicht Richard Hawkins: Potentialities, Kunsthalle Wien 2025 Courtesy des Künstlers; Galerie Buchholz, Köln/Berlin/New York und Greene Naftali, New York, Foto: Markus Wörgötter
Ausstellungsansicht Richard Hawkins: Potentialities, Kunsthalle Wien 2025 Courtesy des Künstlers; Galerie Buchholz, Köln/Berlin/New York und Greene Naftali, New York, Foto: Markus Wörgötter

Mit „Potentialities“ zeigt die Kunsthalle Wien erstmals in Österreich eine umfassende Werkschau des US-amerikanischen Künstlers Richard Hawkins. Über 100 Gemälde, Collagen, Skulpturen und Videos aus rund drei Jahrzehnten geben Einblick in eine Praxis, die von intensiver Beobachtung, Begehren und freiem Zitieren geprägt ist. Hawkins verbindet Popkultur mit kunsthistorischen Referenzen aus Malerei, Literatur und Performance und nutzt Collagen als zentrales Denk- und Gestaltungsinstrument.

Die Ausstellung vereint neun Werkgruppen und reicht von frühen, akribisch aufgebauten Bildkompositionen bis zu Keramikreliefs, Tapeten und Videos, die auf digitale Subkulturen und Memes verweisen. Die Schau ist noch bis 6. April 2026 zu sehen.

Die Kunsthalle Wien präsentiert mit „Get Your Head Around It“ die erste Einzelausstellung von Sophie von Hellermann in Österreich. Für die 62 Meter lange Vitrine an der Südwestwand hat die in München geborene Künstlerin ein neues, großformatiges Werk auf Leinwand geschaffen, das Fakten und Fiktion verbindet.

Inspiriert von ihrem Lehrer Oswald Wiener, vereint das Gemälde Themen aus Naturwissenschaft, Philosophie und Kultur in weitläufigen, narrativen Kompositionen. Motive reichen von Planeten, Tieren und dem Baum der Erkenntnis bis zu Höhlengemälden und Anspielungen auf Karl Popper.

Die Ausstellung wird von 13 Aquarellen begleitet und verknüpft Geschichte, Theorie und bildnerische Fantasie. Sie ist noch bis 29. März 2026 zu sehen.

Ausstellungsansicht Sophie von Hellermann: Get Your Head Around It, Kunsthalle Wien 2025 Courtesy der Künstlerin, Foto: Markus Wörgötter
Ausstellungsansicht Sophie von Hellermann: Get Your Head Around It, Kunsthalle Wien 2025 Courtesy der Künstlerin, Foto: Markus Wörgötter
Chalisée Naamani, Who claims love?, 2025, Ausstellungsansicht Palais de Tokyo, 2025 Courtesy Ciaccia Levi, Paris/Milan, © Bildrecht, Wien 2026, Foto: Aurélien Mole
Chalisée Naamani, Who claims love?, 2025, Ausstellungsansicht Palais de Tokyo, 2025 Courtesy Ciaccia Levi, Paris/Milan, © Bildrecht, Wien 2026, Foto: Aurélien Mole

Vorschau:

Im Jänner eröffnet „Octogone“, die erste Einzelausstellung von Chalisée Naamani außerhalb Frankreichs. Gezeigt werden neue Skulpturen, Drucke und Textilarbeiten, die die französisch-iranischen Künstlerin als „Bildgewänder“ bezeichnet, Es sind weich gestaltete Formen, die oft an Kleidung oder Accessoires erinnern.

Aus Ornamenten, Kunst, Mode, Popkultur und digitalen Archiven entstehen Collagen aus Bildern und Texten, die Themen wie Freizeit, Sport, Feminismus, Migration, Mutterschaft und politischen Widerstand verhandeln, etwa die iranische Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“.

Der Ausstellungstitel verweist auf geometrische Figuren, die Naamani mit rituellen Praktiken aus Kampfkunst und Zoroastrismus verbindet. Die Ausstellung ist bis zum 6. April 2026 zu sehen.

Ein Besuch im Architekturzentrum Wien: Bauen, Denken und Staunen

Wir entdecken das Architekturzentrum Wien, kurz Az W, im südöstlichen Teil des MuseumsQuartiers, direkt neben dem mumok. Untergebracht ist es im historischen Hofstallgebäude, das 1993 von Bund und Stadt Wien ins Leben gerufen wurde. Seit 2001 ist das Az W fixer Bestandteil des Quartiers und bis heute Österreichs einziges Museum, das sich ausschließlich der Architektur widmet. Für alle Bücherfans gibt es hier die Dietmar-Steiner-Bibliothek mit über 70.000 Werken zu Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Wir können also auch einfach stöbern, ohne eine Ausstellung zu besuchen.
Inhaltlich versteht sich das Az W als Ort für Diskussion, Kritik und neue Perspektiven. Hier geht es um Architektur als Spiegel politischer, sozialer und ökologischer Fragen. Unter der langjährigen Leitung von Dietmar Steiner und seit 2017 mit Angelika Fitz an der Spitze bringt das Az W komplexe Themen verständlich auf den Punkt, zum Beispiel die Klimakrise und die Bodenpolitik über Urbanisierung bis hin zu verdrängten Kapiteln der Wiener Baugeschichte. Dazu kommen spannende monografische Ausstellungen und ein starker Fokus auf Architekturfotografie – perfekt, um Architektur aus allen Blickwinkeln zu erleben.

Aktuelle Ausstellungen:

House Europe! fordert neue EU-Gesetze, die dem spekulationsgetriebenen Abriss entgegenwirken. © Foto: HouseEurope!
House Europe! fordert neue EU-Gesetze, die dem spekulationsgetriebenen Abriss entgegenwirken. © Foto: HouseEurope!

Im Hof des Architekturzentrum Wien zeigt die Pop-up-Ausstellung „Countdown House Europe!“, wie dringend ein Umdenken im Bauen ist.

Im Fokus steht die europäische Bürger*inneninitiative HouseEurope!, die sich gegen den spekulativen Abriss intakter Gebäude einsetzt und neue EU-Gesetze zu Sanierung und Bestandserhalt fordert. An Bauzäunen werden gelungene Umbauprojekte präsentiert, die veranschaulichen, dass

Die Ausstellung „Reichtum statt Kapital. Anupama Kundoo“ zeigt Arbeiten von Anupama Kundoo, die Wert nicht aus Geld oder Perfektion, sondern aus klugen Ideen, lokal verfügbaren Materialien und handwerklichem Wissen schöpft. Die in Indien geborene Architektin demonstriert, wie mit einfachen Mitteln, traditionellen Techniken und Innovationsgeist zukunftsfähige Gebäude entstehen können.

Die Ausstellung macht diesen Ansatz unmittelbar erfahrbar und regt dazu an, eigene Vorstellungen von Architektur neu zu hinterfragen. Kuratiert von Angelika Fitz und Elke Krasny, ist die Schau noch bis 9. März 2026 zu sehen.

Das Wall House schafft poröse Verbindungen zwischen Mensch und Natur. Anupama Kundoo: Wall House, Auroville, 2000 © Foto: Javier Callejas
Das Wall House schafft poröse Verbindungen zwischen Mensch und Natur. Anupama Kundoo: Wall House, Auroville, 2000 © Foto: Javier Callejas
Adolf Krischanitz, Otto Steidle, Herzog & de Meuron: Wohnsiedlung Pilotengasse, Wien 22, 1987–1992, Modell Bauteil Krischanitz © Architekturzentrum Wien, Sammlung
Adolf Krischanitz, Otto Steidle, Herzog & de Meuron: Wohnsiedlung Pilotengasse, Wien 22, 1987–1992, Modell Gesamtanlage Bauteil Krischanitz

In der Dauerausstellung „Hot Questions – Cold Storage“ präsentiert sich die umfangreichste Sammlung zur österreichischen Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Modelle, Zeichnungen, Möbel, Stoffe, Dokumente und Filme sind in sieben Themenbereiche gegliedert, die zentrale Fragen der Gegenwart aufwerfen, etwa zu Klima, Gesellschaft oder neuen Wohnformen.

Vom Roten Wien über experimentelle Ansätze der 68er-Jahre und architektonische Aufbrüche in Vorarlberg bis hin zu aktuellen Beispielen ökologischen Umdenkens wird das Archiv zu einem lebendigen Denkraum.

Kuratiert von Monika Platzer, ist die Ausstellung seit Februar 2022 zu sehen.

ZOOM Kindermuseum: Die Welt mit allen Sinn entdecken

Wir schlendern durch die Innenhöfe des MuseumsQuartiers Richtung Mariahilfer Straße und entdecken in einem modernen Gebäudeteil das ZOOM Kindermuseum. Gegründet wurde es 1994 von Claudia Haas als erstes Kindermuseum Österreichs und ist seit 2001 hier als privater Verein fest verankert. Mitmachen steht hier an erster Stelle: Kinder können kreativ ausprobieren, entdecken und mit allen Sinnen gestalten. Auf 1.600 m² gibt es vier Erlebnisbereiche: Im ZOOM Ozean (8 Monate–6 Jahre) erkunden die Kleinsten die Welt durch Spiel, Bewegung und sinnliche Erfahrungen. Im Atelier (3–12 Jahre) können Kinder schneiden, malen, formen und experimentieren, während sie im Trickfilmstudio (8–14 Jahre) eigene Filme, Soundcollagen oder Songs erstellen, die anschließend digital in der ZOOM-Sammlung archiviert werden. Ergänzt wird das Angebot durch wechselnde Ausstellungen. Alle Programme laufen in festen Zeitfenstern von etwa 75–90 Minuten. So hat sich das ZOOM zu einer zentralen Plattform für zeitgemäße Kinder- und Jugendkultur in Österreich entwickelt.

Aktuelle Ausstellung:

ZOOM Mitmachausstellung "KUNST & SPlEL" © ZOOM Kindermuseum / Paul Pibernig
ZOOM Mitmachausstellung „KUNST & SPlEL“ © ZOOM Kindermuseum / Paul Pibernig

Die Mitmach-Ausstellung „Kunst & Spiel“ richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren und läuft noch bis 8. Februar 2026.

In interaktiven Bereichen können die Kinder auf spielerische Weise in die Welt der Kunst eintauchen: Sie entdecken versteckte Räume, gestalten eigene Werke, lassen bunte Flugobjekte durch die Luft gleiten oder ritzen Muster in Höhlenwände. Wimmelbilder, historische Spiele und ein Upcycling-Atelier laden zum Forschen und Kreativsein ein. Licht- und Soundinstallationen werden durch Bewegung und Tanz aktiviert, im schwarz-weißen Rasterraum werden die Kinder selbst Teil des Kunstwerks.

Bezirksmuseum Neubau: Geschichten und Sammelsurium aus Neubau

Wir stoßen auf das Bezirksmuseum Neubau in der Stiftgasse 8, 1070 Wien, fast ein wenig versteckt und genau deshalb so reizvoll. Der Weg führt uns durch den Innenhof des Amerlinghauses am Spittelberg und über eine Treppe direkt hinein in eines der kleinsten, aber lebendigsten Museen Wiens. Mit rund 100 Quadratmetern Ausstellungsfläche wirkt der Ort überschaubar, doch schon nach wenigen Minuten merken wir, wie viel Geschichte hier steckt. Gegründet wurde das Museum 1966 vom Volksliedforscher Georg Kotek, seit 1978 ist es in einem der ältesten Gebäude des Siebten beheimatet.
Auf drei Räume verteilt eröffnet sich uns ein vielschichtiges Bild von Neubau. In der Dauerausstellung tauchen wir in die Geschichte der Seidenindustrie ein, die den Bezirk lange prägte. Daneben entdecken wir ein liebevoll zusammengestelltes Sammelsurium aus dem Grätzl. Skier, eine Rodel, ein alter Ströck-Backofen und viele weitere Fundstücke erzählen vom Alltag vergangener Zeiten. Besonders berührend ist die Nachbildung des Geburtshauses von Johann Strauss Sohn, die uns einen ganz persönlichen Zugang zur Geschichte ermöglicht. Auch die großen Warenhäuser des 19. Jahrhunderts wie Gerngross, Herzmansky oder Stafa werden eindrucksvoll thematisiert und machen sichtbar, welche Bedeutung Neubau einst als Handelszentrum hatte.
Was uns am meisten bleibt, ist die besondere Atmosphäre dieses Hauses. Hier arbeiten Menschen für Menschen und erzählt werden die Geschichten der Neubauer*innen selbst. Genau das macht diesen kleinen Ort so groß.

Im Amerlinghaus in der Stiftgasse 8 ist das Bezirksmuseum Neubau untergebracht. Foto: © Veronika Fischer
Im Amerlinghaus in der Stiftgasse 8 ist das Bezirksmuseum Neubau untergebracht. Foto: © Veronika Fischer

Aktuelle Ausstellung:

Die Sonderausstellung „Otto Alscher: Von der Westbahnstraße in die Wiener Moderne“ im Bezirksmuseum Neubau widmet sich dem vielfach unterschätzten Schriftsteller Otto Alscher und läuft noch bis 20. Februar 2026. Kuratorin Helga Korodi, langjährige Alscher-Forscherin, zeigt sein vielschichtiges Werk, das vor allem für moderne Tiergeschichten und eine eigene Naturphilosophie steht. Die Ausstellung beleuchtet Alschers Bedeutung für die Literatur des beginnenden 20. Jahrhunderts und hebt ihn mit kommentierten Textauszügen und Kontextwissen neu ins Bewusstsein.

Ein Rundgang durchs Möbelmuseum Wien: Wohnkultur, Architektur & Kaiserin Sissi

Etwas versteckt im Innenhof der Andreasgasse 7, 1070 Wien, entdecken wir das Möbelmuseum Wien, ein architektonisch eindrucksvoller Bau mit halbrunder Form und ruhigem Innenhof. Schon beim Ankommen stellt sich ein Gefühl der Entschleunigung ein. Im Inneren erstreckt sich das Museum über vier Stockwerke: zwei Ebenen mit Dauerausstellungen und zwei mit wechselnden Sonderausstellungen. Gleich beim Eingang erhalten wir einen Audioguide, der uns durch die Räume begleitet. Im ersten Stock tauchen wir tief in die Wohnwelt der Habsburgermonarchie ein. Rund 6.500 Objekte aus der ehemaligen Hofmobilienverwaltung Maria Theresias, Möbel, Teppiche, Leuchten und ganze Raumensembles erzählen nicht nur von Gestaltung, sondern auch von Macht, Alltag und gesellschaftlichem Wandel. Besonders eindrucksvoll sind die 15 erhaltenen Biedermeier-Räume, ein echtes „Museum im Museum“, auf das man hier zu Recht stolz ist. Das heutige Erscheinungsbild des Hauses geht auf die große Wiedereröffnung nach der Sanierung im Jahr 1998 zurück, während das Hofmobiliendepot bis heute offizielle Räume, Botschaften und Staatsbankette ausstattet. Auch für Architekturfans wird es spannend: Werke von Adolf Loos, Otto Wagner, Josef Hoffmann oder Josef Frank schlagen den Bogen von der Wiener Moderne bis in die Gegenwart. Und dann gibt es noch eine Überraschung, die viele erst vor Ort entdecken: Eine eigene „Sissi im Film“-Tour zeigt erhaltenes Filmmobiliar, der „Sissi-Filme“ von Ernst Marischka aus den 1950er Jahren. Es werden auch Filmszenen in mehreren Sprachen sowie Hintergrundinformationen über Regisseur, Schauspieler*innen und Drehorte gezeigt. Für unseren Besuch nehmen wir uns am besten zwei bis drei Stunden Zeit.

Möbelmuseum Wien, Biedermeierkoje
© Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., Severin Wurnig
Möbelmuseum Wien, Biedermeierkoje © Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., Severin Wurnig

WestLicht: Ein Zentrum der Fotografie zwischen Geschichte, Technik und Blick auf Menschen

Wir finden das WestLicht etwas versteckt in der Westbahnstraße 70, 1070 Wien, abseits der anderen Museen. Schon der Weg durch den Innenhof und die Treppe hinauf stimmt uns auf das besondere Flair ein. Oben erwarten uns wechselnde Fotoausstellungen von internationalem Niveau, die uns sofort in den Bann ziehen. Seit 2001 ist das WestLicht eine zentrale Institution für Fotografie in Österreich. Wir entdecken hier nicht nur spannende aktuelle Arbeiten, sondern auch eine permanente Kameraausstellung: von Unterwasser- und Detektivkameras über Mittelformat- und Spiegelreflexkameras bis hin zu einer beeindruckenden Leica-Sammlung. Der internationale Ruf des Hauses ist eng mit seinem Gründer Peter Coeln verbunden. Seit den 1980er-Jahren sammelt er historische Kameras, eröffnete 1991 den weltweit ersten Leica Shop, initiierte spektakuläre Auktionen und gründete schließlich das Fotomuseum WestLicht. Mit coelncameras.com bietet er heute Sammler*innen eine Plattform, auf der Geschichte, Design und technische Raffinesse von Vintage-Kameras im Fokus stehen.

Aktuelle Ausstellung:

Donna, Las Vegas, Nevada, USA, 2014 © Bruce Gilden / Magnum Photos
Donna, Las Vegas, Nevada, USA, 2014 © Bruce Gilden / Magnum Photos

In der aktuellen Ausstellung „A Closer Look“ begegnen wir den Fotografien von Bruce Gilden, einem der bedeutendsten Street-Photography-Fotografen unserer Zeit. Seit über 50 Jahren richtet der in Brooklyn geborene Künstler seine Kamera auf Menschen, die oft am Rande der Gesellschaft stehen.

Statt Hochglanz, Inszenierung oder Prominenz treten hier echte Persönlichkeiten in den Vordergrund, deren Gesichter oft Spuren und Narben von ihrem Leben tragen. Wir können rund 70 Arbeiten entdecken: von Schwarz-Weiß-Straßenfotografien seit 1969 bis hin zu großformatigen Farbporträts aus der „Faces“-Serie, die bis 2024 entstanden sind.

Die Ausstellung ist noch bis 22. Februar 2026 im WestLicht zu sehen.

Fazit: Der Siebte als Herzstück von Wiens Kunst und Kultur

Auf unserer Museumstour wird schnell klar, wie Geschichte, Kreativität und Interaktivität im 7. Bezirk aufeinandertreffen. Ein Spaziergang durch die Museen, Ausstellungen und versteckten Schätze führt uns durch Kunst, Kultur und Innovation und überrascht uns immer wieder auf Schritt und Tritt. Besonders an grauen Wintertagen füllt so ein Besuch die Stunden mit spannenden Eindrücken und lässt uns spüren, dass im Neubau Wiens kulturelles Herz schlägt. Ob große Sammlungen, spannende Sonderausstellungen oder kleine Entdeckungen, jeder Raum und jede Perspektive erzählt eigene Geschichten, die im Gedächtnis bleiben und Lust machen, immer wieder Neues zu erkunden.

Quellen und weiterführende Lesetipps:

Architekturzentrum Wien, aktuelle Ausstellungen, Stand: 29.12.2025

Architekturzentrum Wien, Geschichte, Stand: 29.12.2025

Bezirksmuseum Neubau, Geschichte, Stand: 07.01.2026

Das MuseumsQuartier, Geschichte, Stand: 18.12.2025

Kunsthalle Wien, aktuelle Ausstellungen, Stand: 30.12.2025

Kunsthalle Wien, Geschichte, Stand: 30.12.2025

Leopold Museum, aktuelle Ausstellungen, Stand: 03.01.2026

Leopold Museum, Geschichte, Stand: 03.01.2026

Möbelmuseum Wien, Geschichte, Stand: 06.01.2026

mumok, aktuelle Ausstellungen, Stand:  28.12.2025

mumok, Geschichte, Stand: 28.12.2025

WestLicht, aktuelle Ausstellungen, Stand: 04.01.2026

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