Katzen am Neubau: Wie Samtpfoten den 7. Bezirk erobern

Am 8. August ist Weltkatzentag, deshalb besucht die im7ten-Redaktion das Geschirr Geschäft in der Kirchengasse 9A, wo ein Kater namens Ramses wohnt.

Am 8. August feiern wir den Weltkatzentag – eine wunderbare Gelegenheit, unseren faszinierenden Samtpfoten besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Katzen sind längst mehr als nur Haustiere: Sie sind geheimnisvolle Begleiter*innen, stille Seelentröster*innen und ein lebendiger Teil unserer Nachbarschaft. Mal zurückhaltend, mal zutraulich – stets irgendwo zwischen stillem Respekt, zarter Zuneigung und einem Hauch von Rätselhaftigkeit – zeigen Katzen ihre vielfältigen Charakterzüge. Bei meiner Erkundungstour durch den 7. Bezirk begegne ich Ramses, dem charmanten Ladenkater, und entdecke liebevoll ausgewählte Katzenschätze aus Neubau. Dabei erwarten euch spannende Geschichten, besondere Orte und kleine Begegnungen, die zeigen, wie sehr Katzen das Grätzl prägen und bereichern.

8. August Weltkatzentag: Ein Hoch auf unsere liebsten Mitbewohner*innen

Am 8. August ist Internationaler Tag der Katze. Katzen stehen an diesem Tag weltweit im Mittelpunkt – zumindest noch ein bisschen mehr als sonst. Den Weltkatzentag gibt es schon seit 2002. Wer ihn ursprünglich ins Leben gerufen hat, ist jedoch nicht eindeutig belegt – auch wenn häufig die Tierschutzorganisation International Fund for Animal Welfare (IFAW) als mögliche Initiatorin genannt wird. Der Tag ist seither ein Herzensanlass für Tierfreund*innen weltweit und soll uns daran erinnern, wie wertvoll die Bindung zwischen Mensch und Katze ist – und daran, dass Katzen eigentlich mehr sind als nur Haustiere. Sie sind Familienmitglieder, eigenwillige Mitbewohner*innen, Seelentröster*innen und manchmal auch kleine Therapeut*innen auf vier Pfoten. Ihr beruhigendes Schnurren kann nachweislich Stress reduzieren und emotionale Unterstützung leisten. Kein Wunder also, dass Katzen seit rund 9.500 Jahren an unserer Seite leben – und heute zu den beliebtesten Haustieren der Welt zählen.

Wie die Katze den Menschen fand – von der Falbkatze zum Haustier

Die Beziehung zwischen Mensch und Katze begann früher als lange vermutet. 2004 entdeckten Forscher auf Zypern ein 9.500 Jahre altes Grab in der Nähe eines Menschen. Man vermutete, dass es sich um eine Hauskatze handelte. Da es auf der Insel keine Katzen gab, müssen Menschen sie aus dem Nahen Osten – dem heutigen Syrien, Libanon, Israel, Jordanien und Palästina – mitgebracht haben. Schon vor rund 11.000 Jahren, als die Landwirtschaft begann, kamen Menschen und genauer gesagt Falb- oder afrikanische Wildkatzen einander näher. Die Falbkatze, ein Vorfahr unserer kurzhaarigen Hauskatze, fühlte sich von den Kornlagern der Menschen und deren Mäusen angezogen – und blieb.

Rund 3.600 Jahre später wurde die Katze im Alten Ägypten dann zur verehrten Kultfigur. Die Katzengöttin Bastet galt als Symbol für Schutz, Anmut und Fruchtbarkeit. Katzen waren heilig, wurden einbalsamiert, bestattet und verehrt. Wer einer Katze schadete, musste mit dem Tod rechnen. Wenn eine Katze starb, zeigten die Menschen ihre Trauer, indem sie schwarze Kleidung trugen und sich symbolisch die Augenbrauen abrasierten. Katzen galten im Alten Ägypten als so wertvoll, dass ihr Export verboten war – dennoch gelangten sie durch phönizische Seefahrer nach Europa. Dort waren sie bei den Griechen beliebt, während die Römer sie vor allem als Mäusefänger*innen einsetzten.

In der frühen Neuzeit geriet die Katze in Verruf: Sie wurde zum Opfer von Aberglauben und Hexenverfolgung. Man ging davon aus, dass der Geist einer Hexe im Leib einer Katze wohne und sich unbemerkt in die Ställe gelange und damit Unheil über das Vieh bringe. Als vermeintliche Helferin von Hexen und Symbol des Teufels wurde sie also verfolgt, gequält und verbrannt.

Erst im 18. Jahrhundert konnte die Katze wieder durchatmen. Zwar hält sich der Aberglaube um schwarze Katzen bis heute – besonders, wenn sie von links eine Straße queren –, doch nach und nach erkannte man erneut ihren praktischen Nutzen: als geschickte Mäuse- und Rattenfängerinnen. Heute zählen Katzen zu den absoluten Lieblingshaustieren der Österreicher*innen – rund zwei Millionen Stubentiger leben hierzulande. Grund genug, sich ihren besonderen Charakter einmal genauer anzusehen.

Eigenschaften der Vierbeiner und ihr Leben im 7. Bezirk

Katzen haben – genau wie Menschen – ganz unterschiedliche Persönlichkeiten: Manche sind mutig und offen, andere eher schüchtern oder vorsichtig. Forschende sprechen von den „Feline Five“, den fünf Hauptmerkmalen im Katzencharakter: Neurotizismus, Extraversion, Dominanz, Impulsivität und Verträglichkeit. Jede Katze besitzt all diese Eigenschaften, allerdings in ganz unterschiedlicher Intensität. Katzen wissen, was sie wollen, lassen sich nicht drängen und beobachten lieber erst einmal aus sicherer Entfernung. Wenn man ihr Vertrauen gewinnt, wird aus Zurückhaltung echte Zuneigung. Sie tauchen auf, wenn man sie nicht sucht. Sie sind plötzlich da – auf einer Fensterbank, unter einem Caféstuhl, in einem Schaufenster. Und dann schauen sie dich an, als hätten sie dich schon lange beobachtet.

Auch im 7. Bezirk gibt es viele Katzen. Die meisten von ihnen sind Wohnungskatzen. Doch manche von ihnen sind mitten im Grätzl zu Hause – und prägen mit ihrer bezaubernden Art sogar ganze Geschäfte. Eine dieser charmanten Katzenspuren führt mich als nächstes in die Kirchengasse.

Katzenliebe am Neubau – tierische Begegnungen im Grätzl

Im 7. Bezirk, genauer gesagt in der Kirchengasse 9A, begegne ich einem ganz besonderen Vierbeiner: Ramses, dem charismatischen Hauskater von Geschirr Niessner. Als Chef des Hauses ist er aus dem Alltag von Geschäftsführerin Barbara Sickenberg längst nicht mehr wegzudenken – die beiden sind seit vielen Jahren ein eingespieltes Team. Geschirr Niessner selbst blickt auf eine 173-jährige Geschichte zurück und steht für gelebte Tradition, hochwertige Qualität und persönlichen Service. All das vereint sich hier auf besonders liebevolle Weise. Als einziges Fachgeschäft seiner Art in der Umgebung ist es eine feste Größe im Siebten – und weit über das Grätzl hinaus bekannt.

Es ist Freitagvormittag und ich bin neugierig. Als ich das traditionsreiche Geschäft betrete, fällt mein Blick sofort auf eine Schachtel am Tresen – einer von Ramses’ Lieblingsplätzen, wie ich später erfahre. Lange muss ich nicht warten, bis eine elegante schwarze Silhouette auf den Tisch springt: Ramses persönlich. Neugierig wie immer prüft er, wer da seinen Laden betritt. Für mich beginnt damit ein besonderer Einblick in das Leben eines Katers, der hier eindeutig das Sagen hat.

Kater Ramses sitzt gerne in einer Schachtel am Tresen und beobachtet das Geschehen im Laden. © Verena Lukanz
Kater Ramses sitzt gerne in einer Schachtel am Tresen und beobachtet das Geschehen im Laden. Foto: © Verena Lukanz

Alltag auf Samtpfoten – Ladenkater Ramses bei Geschirr Niessner

Ramses ist mehr als ein gewöhnlicher Hauskater. Friedfertig, schmusig und bestimmend – mit königlicher Gelassenheit durchstreift er sein Porzellanreich, beobachtet aufmerksam das Geschehen oder nimmt würdevoll Platz im Schaufenster, als wolle er sagen: „Hier bin ich der Chef.“ Ich erfahre, dass er ursprünglich aus dem Waldviertel stammt und heute, mit seinen 13 Jahren, gemeinsam mit Familie Sickenberg im ersten Stock über dem Geschäft lebt. Meist ist er am Vormittag im Laden anzutreffen – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit, denn während er Wärme genießt, macht ihm Kälte gar keinen Spaß.

Ich frage mich, wie so ein typischer Tag im Leben von Ramses wohl aussieht. Die Antwort finde ich schnell: Am liebsten liegt er ruhig und unauffällig in seiner Schachtel am Tresen – fast wie eine lebendige Statue. Selbst wenn Hunde den Laden betreten und ihn wittern, bleibt er unentdeckt. Viele Kund*innen haben ihn längst ins Herz geschlossen. Manche, so erzählt man mir, kommen hauptsächlich seinetwegen. Doch wie es sich für einen Kater gehört, entscheidet Ramses sehr genau, mit wem er schmust. Laut schreiende Kinder sind ihm zu viel – dann zieht er sich lieber zurück. Baustellenlärm hingegen bringt ihn kaum aus der Ruhe.

Sein feiner Geschmack zeigt sich auch bei der Wahl seiner Näpfe. Würde es nach ihm gehen, würde sein Leckerli im Riess-Emaillegeschirr serviert werden. Ich muss schmunzeln: Sein feines Gespür für Qualität spiegelt sich also nicht nur im Sortiment wider, sondern auch in seinen persönlichen Vorlieben.

Warum heißt er Ramses? Der Name Ramses stammt aus dem alten Ägypten und erinnert an Ramses II., den Großen, der für seine imposanten Bauwerke wie den berühmten Tempel Abu Simbel bekannt ist und angeblich über 90 Jahre alt wurde – ein kaum vorstellbares Alter für jene Zeit. Ramses II. war nicht nur ein großer Herrscher, sondern auch Friedensstifter, da er den ersten Friedensvertrag mit den Hethitern abschloss. Als die Familie Sickenberg ihren Kater bekam, bestand er zunächst nur aus langen Beinen, großen Ohren und einer spitzen, langen Schnauze – ein Aussehen, das typisch für ägyptische Katzen ist.

Wenn der Chef – der schwarze Kater Ramses von Geschirr Niessner – durchs Regal marschiert, bleibt kein Detail unbeachtet. © Verena Lukanz
Wenn der Chef durchs Regal marschiert, bleibt kein Detail unbeachtet. Foto: © Verena Lukanz

Liebenswerte Geschenke für Katzenfans

Passend zum Internationalen Tag der Katze zeigt mir Barbara Sickenberg auch besondere Schmuckstücke: die Katzentassen von Royal Worcester mit Illustrationen von Wrendale Designs by Hannah Dale. Die charmanten, herzigen Motive – jede Tasse mit einer oder mehreren Katzen – haben viele treue Fans. Manche Kund*innen bestellen ihre Lieblingsstücke sogar im Voraus, damit sie eigens aus England geliefert werden. Ich denke sofort an all die Katzenliebhaber*innen in meinem Umfeld – und daran, mir vielleicht selbst eine kleine Freude zu machen. Diese feinen Details zeigen mir, wie tief das Thema Katze im ganzen Geschäft verankert ist – und mit wie viel Liebe hier auf die Wünsche der Kund*innen eingegangen wird.

Katzentassen mit Charakter: Die liebevoll illustrierten Motive von Wrendale Designs sind heiß begehrt – viele Kund*innen reservieren ihre Lieblingstassen schon im Voraus. © Verena Lukanz
Katzentassen mit Charakter: Die liebevoll illustrierten Motive von Wrendale Designs sind heiß begehrt – viele Kund*innen reservieren ihre Lieblingstassen schon im Voraus. Foto: © Verena Lukanz

Grätzl-Kater Ramses im Schaufenster mit bester Aussicht

Am Ende meines Besuchs verlasse ich den Laden, doch mein Blick bleibt an Ramses hängen. Ganz entspannt sitzt er im Schaufenster – sein absoluter Lieblingsplatz. Von hier aus hat er alles im Blick und kann stundenlang gelassen das Treiben draußen beobachten. Ich bleibe noch einen Moment stehen und sehe, wie Passant*innen nicht nur das liebevoll arrangierte Geschirr bewundern, sondern auch immer wieder bei ihm innehalten. Mit seiner ruhigen Ausstrahlung zieht er alle in seinen Bann.

Für mich steht fest: Ramses gehört zum Grätzl und zur Nachbarschaft. Zum Weltkatzentag bringt Frau Sickenberg es mit einer charmanten Aussage perfekt auf den Punkt: „Zweibeiner sind die Untertanen der Katze. Katzen machen einfach, was sie wollen.“ Und nachdem ich Ramses erlebt habe, kann ich ihr nur zustimmen. Er ist nicht nur das Maskottchen des Geschäfts, sondern ein stiller Beobachter und charmanter Vermittler zwischen Alltag, Nachbarschaft, Porzellan und Persönlichkeit. Ein echter Grätzl-Kater mit Stil, Haltung und einer sehr klaren Meinung – ganz ohne Worte. Ramses zeigt mir auf leise, aber eindrucksvolle Weise, wie eng Mensch und Tier hier im 7. Bezirk verbunden sind – und wie viel Wärme und Leben eine Katze in ein ganzes Viertel bringen kann.

Außenansicht von Geschirr Niessner, Kirchengasse 9A, 1070 Wien. Foto: © Verena Lukanz
Geschirr Niessner, Kirchengasse 9A, 1070 Wien. Foto: © Verena Lukanz

Katzenschätze und Lieblingsstücke aus dem 7. Bezirk – eine Shoppingtour durchs Grätzl

Welche Produkte für Katzen gibt es am Neubau? Und was würden Katzen aus dem 7. Bezirk mit in ihr Reich nehmen – zum Entdecken, Spielen oder vielleicht sogar zum Schmusen? Auf meiner Shoppingtour durch den Siebten zeige ich euch charmante Adressen, die mit viel Stil, Herz und Liebe zum Detail ausgewählte Katzenartikel anbieten. Wer hier auf Entdeckungstour geht, findet garantiert kleine Schätze für sich und seine Vierbeiner.

Sieben Leben, sieben Rollen – herzige Katzen-Pins im KBS Store

Einer Legende nach haben Katzen sieben Leben. Aber wie könnten diese eigentlich aussehen? Ich gehe dieser Frage auf charmante Weise nach – und lande im farbenfrohen Kosmos des Kitsch Bitch Sight Store in der Neubaugasse 46, 1070 Wien. Zwischen sorgfältig ausgewählter Mode, Interior-Design und originellen Geschenkideen fällt mein Blick auf eine Auswahl humorvoll gestalteter Pinnadeln. Die Motive sind vielseitig: eine Katze als stilbewusste Diva, als entspannte Weintrinkerin, als Entertainerin oder schlicht mit der ermutigenden Botschaft einer Katzen-Pfote: „Stay pawsitive“. Ob an Jacke, Tasche oder Rucksack – diese kleinen Schmuckstücke setzen liebevolle Akzente und erzählen vom facettenreichen Leben auf Samtpfoten. Neben den Pins finde ich im Laden noch weitere liebevolle Produkte: Grußkarten mit Katzensujets, Katzenvasen und eine handliche Anti-Stress-Katze, die garantiert jede schlechte Laune wegzaubert. Besonders hängen bleibe ich auch am Kartenset „Katzen Gurus“ – mit Lebensweisheiten von weltberühmten Katzen. Wer gerade einen schlechten Tag hat oder in einer kleinen Krise steckt, kann hier eine Karte ziehen – und sich von klugen, manchmal auch ironischen Sprüchen trösten lassen. Mit einem Zwinkern verlasse ich den Laden – und mit der Wein trinkenden Katzen-Pinnadel an meiner Bluse. Vielleicht bekommt so jedes meiner sieben Leben seinen ganz eigenen Stil.

Von elegant bis ironisch: Die Katzenpins im Kitsch Bitch Sight Store erzählen kleine Geschichten vom Leben auf Samtpfoten – perfekt für Jacke, Tasche oder einfach gute Laune. © Verena Lukanz
Von elegant bis ironisch: Die Katzenpins im Kitsch Bitch Sight Store erzählen kleine Geschichten vom Leben auf Samtpfoten – perfekt für Jacke, Tasche oder einfach gute Laune. Foto: © Verena Lukanz
Der bunte Store von Kitsch Bitch in der Neubaugasse 46, 1070 Wien, ist voll mit tollen Accessoires für deinen Style oder deine Wohnung.
Entdecke coole Must-haves und Geschenke für dich und deine Freund*innen im Kitsch Bitch Sight Store in der Neubaugasse 46, 1070 Wien.

Katzen-Accessoires zum Mitnehmen – Regenschirme bei Handschuh am Neubau

Was haben Katzen und Menschen gemeinsam? Ganz einfach: Keiner von beiden mag es, nass zu werden. Beim Weitergehen entdecke ich direkt daneben im Geschäft Handschuh am Neubau das perfekte Accessoire gegen Regentropfen: einen Regenschirm mit einem bunten Katzenmotiv. Eine Katze, geschmückt mit roten und orangen Rosen, strahlt vom Schirmdach – groß genug, um an regnerischen Sommertagen bestens zu schützen. Und heute ist genau so ein Tag. Ein echter Hingucker für alle Katzenfans, die selbst bei Regen nicht auf charmante Accessoires verzichten wollen.

Seit 1987 ist Handschuh am Neubau eine verlässliche Adresse im Siebten. Hier zeigt sich, wie wunderbar praktisch und stilvoll Katzendesign den Alltag begleiten kann. Gabriele Budweiser, die den Laden von ihrer Mutter Christine Amit übernommen hat, bietet nicht nur hochwertige Handschuhe, sondern auch eine liebevoll ausgewählte Kollektion an Qualitätsschirmen, österreichischen Hosenträgern, Gehstöcken, FALKE-Socken und vielem mehr.

Der farbenfrohe Katzenschirm aus dem Traditionsladen „Handschuh am Neubau“ macht selbst graue Tage ein bisschen bunter. © Verena Lukanz
Der farbenfrohe Katzenschirm aus dem Traditionsladen Handschuh am Neubau macht selbst graue Tage ein bisschen bunter. Foto: © Verena Lukanz
Gabi Budweiser führt das Handschuhfachgeschäft am Neubau mit ganz viel Herz und Leidenschaft.
Handschuh am Neubau in der Neubaugasse 44, Foto: © Michaela Krauss-Boneau

Kreativ mit Katzen: Bastelspaß und Glücksbringer in Mastnak Papierwaren

Während wir mit Schere, Papier und Kleber kreativ werden, beobachten Katzen lieber spielerisch und mit großer Aufmerksamkeit, wie sich Geschenkbänder bewegen oder Federn durch die Luft fliegen. Ob sie selbst basteln würden? Wohl kaum im klassischen Sinne – aber mit ihren Pfoten und ihrem verspielten Wesen bringen sie jede Bastelstunde zum Leben und schaffen ganz nebenbei schöne, unerwartete Kunstwerke.

Ich stehe im Geschäft Mastnak Papierwaren, einer wahren Kreativoase mitten in der Neubaugasse 31, 1070 Wien, die seit über 100 Jahren besteht. Hier findet man alles, was kreative Köpfe und Schreibbegeisterte brauchen: von hochwertigen Schreibgeräten, Lederwaren und Büroartikeln über Fotoalben bis hin zu umfangreichem Bastel- und Schulbedarf. Für Katzenfans gibt es hier eine besonders spannende Ecke: Katzen-Motivstanzer, Fimoliperlen, Washi-Tapes und Sticker mit Katzenmotiven springen mir sofort ins Auge. Besonders faszinierend finde ich die Maneki Neko – die berühmte Winkekatze aus Japan, die als Glücksbringer gilt. Sie soll Besucher anlocken, Wohlstand und Glück ins Haus bringen und steht für positive Energie und Schutz. Das aus Legosteinen nachgebaute Modell der Maneki Neko hier im Laden symbolisiert genau diesen Charme – eine perfekte Verbindung von Kreativität und Katzenliebe. In diesem Laden würde es garantiert nie langweilig – weder für Katzen noch für mich.

Tradition trifft Kreativität: Bei Mastnak Papierwaren finden selbst Katzen Platz in der Bastelwelt – als Sticker, Stanzer oder Glücksbringer. Foto: © Verena Lukanz
Außenansicht des Papierwarengeschäfts Mastnak in der Neubaugasse 31, 1070 Wien. Foto: Verena Lukanz
Mastnak Papierwaren, Neubaugasse 31, 1070 Wien. Foto: © Verena Lukanz

Katzenhafte Neugier trifft Lesegenuss – Blind-Date-Bücher in der Buchhandlung Kral

Direkt beim Eingang der Buchhandlung Kral in der Neubaugasse 29, 1070 Wien, bleibe ich an einem besonderen Bücherständer mit der Aufschrift „BLIND DATE with a BOOK“ stehen. Dort warten sorgfältig in Packpapier eingeschlagene Bücher auf neue Leser*innen – versehen mit liebevoll von Hand geschriebenen Stichworten, die nur vage verraten, was sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt. Ein Detail lässt mein Herz als Katzenfan höherschlagen: Auf jedem dieser „Blind-Date-Bücher“ klebt ein kleiner Katzensticker. Als würden die Samtpfoten höchstpersönlich ihre Leseempfehlung abgeben. Ob Landroman, Wien-Krimi oder Liebesgeschichten – hier zählt die Neugier, nicht der Name des Autors bzw. der Autorin. Wer Lust auf eine literarische Überraschung hat, sollte hier auf jeden Fall stehen bleiben – oder wie eine Katze es machen: entdecken, schnuppern und mitnehmen.

Innen in der Buchhandlung wird es nicht weniger spannend. Kral ist eine feste Größe im Siebten, ein Ort für Entdeckungen, abseits des Mainstreams. Kunst- und Bildbände, Bücher zu Wien und Österreich sowie historische Literatur gehören hier zum festen Bestand. Die Themenpalette reicht von österreichischer Kulturgeschichte über das Leben am Land bis hin zu Wandern, Freizeit und Unterhaltung – nicht selten mit einem Augenzwinkern oder feinem Humor.

Wenn also wieder mal ein Sommergewitter über den Siebten zieht, ist genau der richtige Moment, sich mit einem „Blind-Date-Buch“ gemütlich zu Hause einzukuscheln – ganz wie eine entspannte Katze.

Die „Blind-Date-Bücher“ in der Buchhandlung Kral laden mit kleinen Katzenstickern und liebevoll verpacktem Lesestoff zum literarischen Überraschungsmoment ein. © Verena Lukanz
Die „Blind-Date-Bücher“ in der Buchhandlung Kral laden mit kleinen Katzenstickern und liebevoll verpacktem Lesestoff zum literarischen Überraschungsmoment ein. Foto: © Verena Lukanz
Außenansicht der Buchhandlung Kral in der Neubaugasse 29, 1070 Wien. Foto: © Verena Lukanz
Buchhandlung Kral, Neubaugasse 29, 1070 Wien. Foto: © Verena Lukanz

Katzenliebe zum Anziehen und Verschenken – Entdeckungen bei Femosa

Den letzten Stopp meiner Katzen-Shopping-Tour lege ich bei Femosa in der Neubaugasse 27, 1070 Wien, ein. Dort entdecke ich eine bunte Vielfalt an Geschenkartikeln – und sofort zaubern mir die Katzensocken ein Lächeln ins Gesicht. Wenn Menschen Socken mit Katzenmotiven tragen, frage ich mich: Würden Katzen wohl auch Socken mit Menschenmotiven anziehen? Wohl kaum. Die Katzensocken von „Sock Therapy“ sind mit witzigen Sprüchen und liebevollen Motiven gestaltet: „Cat Mum“, „Crazy Catlady“, „I love Cats and maybe 3 people“ oder Katzen mit Brille und auf Kratzbäumen – perfekt für alle, die Katzen mit Humor lieben. Neben den Socken fällt mir ein entzückendes Nachtlicht in Form einer weißen Katze mit lila Schleife auf, das in verschiedenen Farben leuchtet – ideal als Geschenk für kleine Katzenfreund*innen. Zwischen den farbenfrohen Geschenkideen und kreativen Wohnaccessoires finde ich immer wieder kleine Schätze, die nicht nur mein Zuhause verschönern, sondern auch perfekt zum entspannten Katzenleben passen. Zum Beispiel eine Katzen-Eieruhr, eine Thermoflasche für Kinder mit Katzenverschluss, das „Meow“-Set mit sechs Glasmarkierern und Katzen-Ohrringe. Ich bin mir sicher, dass sich jede Samtpfote hier pudelwohl fühlen würde.

Bei Femosa sorgen bunte Socken mit witzigen Sprüchen und liebevollen Motiven für gute Laune – perfekt für alle, die ihre Katzenliebe bis in die Zehenspitzen tragen wollen. © Verena Lukanz
Bei Femosa sorgen bunte Socken mit witzigen Sprüchen und liebevollen Motiven für gute Laune – perfekt für alle, die ihre Katzenliebe bis in die Zehenspitzen tragen wollen. Foto: © Verena Lukanz
Mitbringsel gesucht? Bei femosa in der Neubaugasse 27 seid ihr an der richtigen Adresse. Foto: © femosa
Femosa, Neubaugasse 27, 1070 Wien. Foto: © Femosa

Fazit: Katzen am Neubau

Zum Abschluss meiner Tour wird klar: Im 7. Bezirk finden Katzenliebhaber*innen eine wunderbare Vielfalt an liebevoll ausgewählten Produkten, die nicht nur das Herz der Menschen höherschlagen lassen, sondern auch perfekt auf das entspannte, verspielte Leben ihrer Fellnasen abgestimmt sind. Ob Accessoires, Bücher oder Geschenkideen – hier wird jede Entdeckung zum kleinen Glücksmoment, der sowohl Katzen als auch ihre Menschen begeistert

Quellen und weiterführende Lesetipps

Titelbild: Foto: © Verena Lukanz, Montage: im7ten

Ordnungscoach und Journalistin Verena Lukanz schreibt auf im7ten über Wissenswertes aus dem 7. Bezirk.
Verena Lukanz

Verena liebt Klarheit – in Texten, Räumen und im Kopf. Für sie beginnt das Abenteuer erst, wenn die Dinge an ihrem Platz sind. Dann zieht sie los: ins Museum, durch die Stadt oder dorthin, wo neue Ideen warten – am liebsten gut geplant. Aufgewachsen in Graz, führte ihr Weg über Wien nach Berlin – heute ist Wien wieder ihr Zuhause. Als freie Texterin bringt sie Sprache in Form, als Ordnungscoach auch Schubladen. Wie das genau aussieht, erfahrt ihr auf ordnungsoase.com.

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