Pastrami Wien Neubau 1070

Posted On 25. Januar 2017 By In Gastronomie, Geheimtipp With 1331 Views

Geschmackvoll im Siebten – Pastrami Baby!

Hunger, aber wohin? Die Mannigfaltigkeit der hiesigen Fastfoodbranche macht es einem wahrlich nicht einfach. Hamburger, Kebab oder Pizza? Vielleicht doch die alt bewährte Käsleberkäs Semmel? Wir sind so dreist und nehmen euch die Entscheidung ab, denn heute gibt es Pastrami, Baby. Der würzige Imbiss erfreut sich seit Jahren steigender Beliebtheit, mied das Wiener Becken bisher jedoch gekonnt. Letztendlich hat die haltbare Rinderbrust aber doch nach Österreich gefunden und ihr Quartier in der Lerchenfelder Straße Nummer 51 bezogen. Nicht ganz ohne der Hilfe von Haubenkoch Robert Haider und seinem Team. Eine Erfolgsgeschichte von sauren Gurken, Foodtrucks und Menschen mit Geschmack.

Pastrami, was ist das?

Pastrami stellt man aus Rinderbrust her. Das Fleisch wird drei Wochen gesurt, bevor es die charakteristische Kruste aus Knoblauch und Pfeffer erhält. Im Anschluss wird das Ganze noch mehrere Stunden geräuchert und eineinhalb Tage bei niedriger Temperatur gegart. Der aufwendige Prozess zahlt sich aus. Das Endprodukt ist ein würzig-aromatischer Gaumenschmaus von zarter Beschaffenheit, der wohl jedem Fleischliebhaber feuchte Augen beschert. Die klassische Variante des Snacks wird zumeist mit Senf, Essiggurken und Toastbrot serviert.

Pastrami Wien Neubau 1070

Von Berlin nach Wien

Die Idee für Pastrami Baby entstand in Berlin. „Wir haben bei Paul Mogg Pastrami gegessen und wussten: Das müssen wir nach Wien holen.“ Gesagt, getan. Robert hatte bereits über ein Jahrzehnt in der Gastronomie gearbeitet und war offen für neue Ideen. Anfänglich tourte das Team mit einem Foodtruck von Event zu Event. „Die Szene ist nicht überlaufen, eine gute Community, man hilft sich gegenseitig.“ Durch die Zeit auf Rädern machte sich Pastrami Baby einen Namen in der österreichischen Streetfood Gemeinschaft. Die Crew wurde sesshaft und siedelte sich im siebten Bezirk an. Robert und seine Freundin mieteten das Lokal in der Lerchenfelder Straße. Sobald es warm wird, heißt es aber wieder: „Hit the road“. Ab März soll es losgehen. „Da schauen wir, dass wir den Truck wieder zum Rollen bringen, unser goldenes Schiff.“

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Liebe zum Detail

„Wir versuchen, überall ein bisschen Witz reinzubringen.“ Bei Pastrami Baby bekommt man den Coleslaw mit karamellisierten Nüssen, zu jedem Sandwich gibt es selbst eingelegtes Bio – Gemüse, das in riesigen Einmachgläsern in einem Regal über der Theke lagert. Details, die von den Kund/innen geschätzt werden. Da wird auch gerne verziehen, wenn die Gurke mal ein bisschen saurer ausfällt, schließlich ist alles selbstgemacht. Robert kennt seine Lieferanten und legt Wert auf Nachhaltigkeit, denn wenn man weiß, woher die Produkte kommen, kann man sie mit gutem Gewissen verkaufen. Für die röstfrische Bohne sorgt Prem Kaffee, ein junger Hersteller aus Wien. Der Fruchtsaft stammt von einem Familienbetrieb aus dem Waldviertel, in der Nähe ist er aufgewachsen.

Kreative Küche

An der Speisekarte von Pastrami Baby ist die Experimentierfreude der Küchenchefs abzulesen. Wer keine Lust auf Rinderschinken hat, kann seinen Gaumen anderwärtig vergnügen. Wie wäre es beispielsweise mit Blutwurst, verfeinert mit karamellisiertem Apfel und frischem Kren? Oder wird es doch eher der hausgebeizte Seesaibling mit Feigensenf und Melanzanirelish? Kreativität ist ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes. Robert zeigt auf ein paar Einmachgläser. „Ich hab Gemüse eingelegt, mal schauen was daraus wird. Wir probieren herum, es soll ja Spaß machen.“Pastrami Wien Neubau 1070

Fotos: Pastrami Baby / Daniel Klingler

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Entdecken. Schreiben. Fotografieren. Daniel ist sowohl kreativ als auch ambitioniert und angelt sich gerne die abenteuerlichen im7ten-Stories bei den Redaktionssitzungen, die er mit immer neuen Ideen bereichert. Sein Steckenpferd: ästhetische Bilder von Alltagssituationen.

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