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Posted On 13. März 2018 By In Anno dazumal, Events With 467 Views

Eventtipp: Am 15. März ist Vorlesetag!

Bezirksvorsteher Markus Reiter, ORF-Anchor Tarek Leitner und WestLicht-Galerist Peter Coeln lesen anlässlich des ersten österreichischen Vorlesetags am Neubau vor.

Erklärtes Ziel der erstmals stattfindenden Aktion ist es, einen Impuls für mehr Literatur im Alltag zu geben. An diesem Tag finden in ganz Österreich private und öffentliche Vorlesungen auf Bühnen, in Schulen und Kindergärten, in Unternehmen und vielen weiteren Orten statt. Vorgelesen zu bekommen ist nämlich nicht nur für die Entwicklung von Kindern eine bewiesener Maßen förderliche Sache, sondern wirkt auch auf Erwachsene wunderbar entspannend.

Es gibt was auf die Ohren!

Anlässlich des Vorlesetags lesen viele Prominente aus dem offiziellen Vorlesebuch oder Texte aus eigenen Büchern vor.
Am Neubau erwartet Sie ein besonderer Ohrenschmaus, denn Tarek Leitner und Peter Coeln bringen um 14:00 Uhr Auszüge aus ihrem kürzlich erschienenen Buch „Hilde und Gretl“ zum Besten. Danach kann man der Stimme unseres Neubauer Bezirksvorstehers Markus Reiter und der SeniorInnenbeauftragten Afra Margaretha lauschen, die ab 14:30 Uhr einen Karl-Farkas-Text vorlesen. Beide Vorlesungen finden im Seniorenklub Ahornergasse, Ahornergasse 11, 1070 Wien, statt und sind öffentlich zugänglich.

Über den Wert der Dinge

Buchcover: Hilde & Gretl, © Brandstätter Verlag

„Hilde und Gretl“ ist die bunte Erzählung von Tarek Leitner und Peter Coeln über das Bewahren und Sammeln: Peter Coeln kaufte ein Haus im Waldviertel, Tarek Leitner half ihm bei der Entscheidungsfindung, was mit den zigtausenden Erinnerungen der Vorbesitzerinnen, den Cousinen Hilde und Gretl, zu tun war.
Dass sich in dem Nachlass der beiden Damen ein Mehrwert für uns alle verbirgt, erkannte Peter Coeln sofort und nahm Tarek Leitner, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbindet, schon beim zweiten Hausbesuch mit. Das Haus war zu dem Zeitpunkt bereits etwa sieben Jahre unbewohnt – von einem Leerstand kann aber nicht die Rede sein! Der Verkäufer wollte das „Lebenswerk“ der beiden Cousinen nicht zerstören, erkannte er in dem Konvolut an Dingen doch eine in sich berührende Ordnung. „Er hat auf mich gewartet“, erzählt mir Peter Coeln mit einem Schmunzeln in der Stimme.
Zwischen Gegenständen, Briefen, Notizzetteln, Fotografien und Dokumenten fanden die beiden Entdecker aus Neubau die Erkenntnis, „dass es zu den schwierigsten Dingen im Leben gehört, den Alltag zu meistern“, wie Tarek Leitner bei der Buchpräsentation im WestLicht vor wenigen Wochen feststellte. Das Buch ist – wie auch die Renovierung des Hauses mit Originalteilen – als Hommage zu verstehen, der eine respektvolle Auseinandersetzung mit dem Wert der Dinge vorangeht.

Einen skurril-amüsanten Vorgeschmack gibt es auf YouTube: Buch: „Hilde & Gretl“ (Tarek Leitner und Peter Coeln): Hereinspaziert! Wenn sich der Leser zuweilen im unangenehmen Gefühl einer überschrittenen Grenze in den zu intimen Bereich wiederfindet, er es aber vermag, über dieses Gefühl hinauszuwachsen, gelangt er an den Punkt, an dem er gemeinsam mit den beiden Autoren verschiedene Weisheiten aus der Geschichte zieht: „Man darf nicht die absolute Ordnung erreichen – sobald man das gemacht hat, kann man nur mehr sterben! (…) Wenn alles geordnet und sortiert ist, ist es aus.“ (Tarek Leitner im Podiumsgespräch mit ORF-Moderatorin Nadja Bernhard bei der Buchpräsentation)

 

Texte aus der Nachkriegszeit

Der Neubauer Bezirksvorsteher, Mag. Markus Reiter, liest am 1. Österreichischen Vorlesetag Texte aus der Nachkriegszeit, Foto: © Sabine Hauswirth

Markus Reiter wählte für seine Vorlesung einen Text von Karl Farkas, den er im Dialog mit der SeniorInnenbeauftragten des Bezirks, Afra Margaretha, vortragen wird. “Farkas war einer der wenigen Geflohenen, die nach Österreich zurückkehrten, und bereicherte schon bald nach dem Krieg mit seinem Kabarett von Neubau aus die österreichische Nachkriegskultur. Diesen humoristischen Blick auf die Gegenwart und in die Zukunft weiterzugeben, ist mir ein Anliegen”, erklärt der Bezirksvorsteher seine Motivation für die Auswahl des Textes.

Wir haben übrigens bei Markus Reiter nachgefragt: “Vorlesen oder vorgelesen bekommen?”:
“Ich bin kein Fan von Frontalunterricht, habe es aber als Student geliebt, in Vorlesungen zu gehen und nachfragen zu können.”

Sie dürfen sich also auf eine sehr lebendige und spannende Darbietung im Rahmen des 1. Österreichischen Vorlesetags im SeniorInnenklub Ahornergasse freuen, denn die vier Vorlesenden verstehen es, ihre Zuhörer in den Bann einer guten Geschichte zu ziehen!

 

Wann: 15. März 2018, Beginn: 14:00 Uhr
Wo: SeniorInnenklub Ahornergasse, Ahornergasse 11, 1070 Wien

vorlesetag.eu

Titelbild: pixabay | congerdesign

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... legt Wert auf treffende, bedeutungsschwere Worte. Hat dafür sogar eine Waagschale. Liebt das Kreative und Ungewöhnliche. Erzählt den im7ten-LeserInnen am liebsten UnternehmerInnengeschichten, die man beim Einkaufen im Grätzl sonst nicht so schnell erfährt.

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