Galerie Leeb Inhaber

Posted On 17. Januar 2020 By In Allgemein, Shops With 1091 Views

Von ARCC.art zur Galerie Rudolf Leeb

Galerie im Wandel – Pop-up, Location, Rebranding

Anmerkung der Redaktion: Wir versuchen heute etwas Neues, wenn wir im Verlauf dieses adaptierten Artikels den vormaligen im7ten-Blogger Daniel Klingler zitieren, der im Sommer 2018 einen Beitrag über die ARCC.art Galerie verfasste. Im Juni 2019 fand eine Transformation von ARCC.art hin zur Galerie Rudolf Leeb statt. Dennoch hat vieles von dem, was Daniel damals schrieb, auch heute noch seine Richtigkeit. Dieser Beitrag soll nun den Bogen für alle spannen, die das Alte suchen und das Neue entdecken möchten.

Besuch in der ARCC.art (Sommer 2018)

„Am Neubau tropft die Kreativität aus jeder Nische. Wer offenen Auges durch die Gassen des siebten Bezirks schlendert, kann kaum leugnen, dass 1070 von der Muse geküsst wurde. Mehrmals und ziemlich innig. Ein fruchtbarer Boden für Kunst und Kultur. Die Rede ist nicht von schweren Ölgemälden und marmornen Engelsköpfen, Neubau ist hungrig, jung und wild.

Es hat über dreißig Grad, die Kaiserstraße labt sich an der Mittagssonne, doch hier drinnen ist es angenehm. Ich sitze im Büro von Rudolf Leeb, wir befinden uns in der ARCC.art Galerie. Arc steht für Arche, das letzte „c“ für Community. Die Arche Leeb bittet junge KünstlerInnen an Board. Kreative Menschen, die ihre Bühne noch nicht gefunden haben und bereit sind, die Welt zu erobern. Die ARCC.art Galerie bietet ihnen ein Forum, begleitet sie sicher in den Markt, nutzt dabei aber keine altbewährte Route. Zusätzlich zum Verkauf im klassischen Schauraum, können Werke auch online erworben werden und zwar zu einem leistbaren Preis“, schreibt im7ten-Blogger Daniel Klingler im Sommer 2018 in seinem Beitrag über die Galerie, die sich seither gewandelt hat, wenngleich der Wandel wohl mehr auf stärkere Definitionen desselben Grundkonzeptes setzt: Die Arbeit junger, aufstrebender KünstlerInnen werden in Einzel- und Gruppenausstellungen an ein Publikum herangetragen, dessen Entscheidung für Kunst den Markt für eine neue Generation zu öffnen vermag.

Kunst ist eine persönliche Entwicklung in wechselseitiger Beziehung mit der Gesellschaft, in der sie entsteht. Und so ist auch das Investment in Kunst eine Investition in die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung, die dem Motto der Galerie Rudolf Leeb gerecht wird: „Kunst bringt sichtbare Werte ins Leben“.

Arcc Art Ausstellungsraum

Showroom der Galerie Rudolf Leeb – damals noch unter dem Label ARCC.art

Als die Arche Anker legte

Begonnen hat die Reise der Galerie 2016 als Pop-up-Galerie: Pure Flexibilität und Wandelbarkeit charakterisierten das Konzept, das sich bei jeder Ausstellung einen neuen Raum zur Entfaltung suchte, sich ihm anpasste, ihn einnahm. Doch die Entwicklung des Wiener Immobilienmarktes erschwerte die Suche nach neuen Räumlichkeiten zunehmend, wodurch sich Rudolf Leeb und seine damalige Geschäftspartnerin Ulla Bartel dazu entschieden, einen festen Standort für die Galerie zu suchen. Im Jänner 2017 fanden sie in der Kaiserstraße 76 den richtigen Platz für die ARCC.art Galerie.
Das Grundkonzept veränderte sich nicht, weiterhin galt es, die schweren Samtvorhänge der etablierten Szene abzustauben und begabten Nachwuchs per Räuberleiter in den Kunstolymp zu heben. Die ARCC.art Galerie beschränkte sich dabei auf kein Medium, lediglich klassische Werke suchte man hier vergebens.

Rebranding – Galerie Rudolf Leeb (Sommer 2019)

Im Juni 2019 wagte sich Rudolf Leeb mit seiner Galerie an ein Rebranding – nach fast drei Jahren legte die Galerie ARCC.art ihr Label ab und verwandelte sich in die Galerie Rudolf Leeb, die den Fokus nunmehr verstärkt auf die Förderung und Präsentation junger, in Wien lebender KünstlerInnen lenkt.

Den Ausstellungsauftakt der neuen Galerie Rudolf Leeb machte dabei eine Ausstellung mit den Arbeiten von 13 Künstlerinnen, „deren Praxis sich durch profunde Materialkenntnis, mediale Experimentierfreude, wie auch künstlerische Autonomie auszeichnet“, so die Ausstellungsbeschreibung. Ziel der Ausstellung wie auch des gesamten Projektes ist es, als Plattform und Türe zum Eintritt in den Kunstmarkt für eine neue, aufstrebende Generation von KünstlerInnen zu sein.

Kunst zum Dessert – Afterwork in der Galerie Rudolf Leeb

Regelmäßig findet in der Galerie in der Kaiserstraße 76 das sogenannte Afterwork statt, im Rahmen dessen Kunstinteressierte den KünstlerInnen im Artist Talk begegnen können. Je nach Termin sind auch die KuratorInnen und/oder der Galerist Rudolf Leeb vor Ort und sind AnsprechpartnerInnen für jedwede Frage rund um das ambitionierte Projekt. Unkonventionell, ungezwungen und nahbar – wer den Einstieg in die Kunst so erleben möchte, ist hier richtig.

Kunst vs. Kunsthandwerk

„Das schwierigste am Geschäft ist zu erkennen, was Kunst ist“, erklärt Rudolf Leeb im Gespräch mit im7ten-Redakteur Daniel Klingler im Sommer 2018. Auf die Frage, ob Kunst kein offener Begriff sei und nicht stets an das berühmte Auge des Betrachters gebunden sei, erwidert er, dass man zwischen Kunst und Kunsthandwerk unterscheiden müsse. Es komme nicht nur auf die Ästhetik an, auch die Botschaft einer Arbeit spiele eine wesentliche Rolle. „An der Wand zu meiner Linken hängt ein Bild von Veronika Suschnig. Von Weitem sieht es aus wie ein mit schwarzem Faden besticktes Blatt Papier, doch bei näherer Betrachtung erkennt man, dass es sich bei dem vermeintlichen Faden um etliche Rosendornen handelt, die in akribischster Feinarbeit auf das Pergament geklebt wurden. Das Werk ist Teil der Ausstellung „Drugtales“, die sich mit Schmerz und Krankheit befasste. Galerist Rudolf Leeb zeigt mir eine Kreation von Birgit Graschopf; eine Fotoemulsion auf Schleifpapier. Zu sehen ist eine verschwimmende Silhouette, deren Umrisse von einer nahen Lichtquelle von der Dunkelheit abgehoben werden. Die Galerie gibt sich mutig und innovativ, Stillleben und Obstkörbe sind hier fehl am Platz“, vermerkt Daniel in seinem Beitrag.

 

Arcc Art Augmented Reality Kunst

Kunst aus der Augmented Reality

Digitaler Kunsthandel ohne elitärem Gehabe

Die Galerie Rudolf Leeb setzt auf Kunst zum kleinen Preis. Im Onlineshop der Galerie hat man eine große Auswahl an Werken verschiedener KünstlerInnen: Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Objekte, Fotografien und Drucke, die sich verschiedensten Themen, Techniken und Ansprüchen hingeben, sprechen den Kunstsinn an. Daneben finden sich Augmented-Reality-Bilder, die eine völlig neue Art, Kunst zu erleben, ermöglichen. Das Kunstwerk ist als solches erfassbar und herhält in der Koppelung mit einer App für Smartphone oder Tablet eine zweite Dimension. Die Galerie Rudolf Leeb positioniert sich abseits vom elitären Markt und will Kunstinteressierte ansprechen, die Kunst zum erschwinglichen Preis sucht, ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Somit spricht das Konzept auch Kunst(quer)einsteigerInnen an. Wer vor dem Kauf dennoch gerne vorbeischaut, kann das natürlich ebenfalls tun und sich beraten und vom Erlebnis Kunst in den Bann ziehen lassen.

 

Galerie Rudolf Leeb
Kaiserstraße 76, 1070 Wien
www.galerierudolfleeb.at

Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag: 13 – 18 Uhr
Ausstellungsbesuche außerhalb der Öffnungszeiten sind nach Terminvereinbarung möglich.

 

Fotos: Daniel Klingler

Text: Originaltext von Daniel Klingler (Sommer 2018)
adaptiert von Veronika Fischer (Dezember 2019)

Tags : , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.