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Posted On 4. Dezember 2016 By In im7ten eingekocht With 594 Views

im7ten eingekocht | Honig & Trüffel

Barbara WeissbacherAm Mittagstisch bei Fonda isst auch der Hobbyimker Josef. Ab und zu erzählt er dabei von seinen Bienenstöcken, die im Obstgarten eines Wiener Biobauern stehen. Scheint gar nicht so einfach zu sein, das Imkern, ist aber für uns als Publikum immer sehr unterhaltsam.

Unlängst hat Josef seinen Biohonig zum Kosten mitgebracht. Toll, Honig einmal so ganz bewusst zu verkosten! Fruchtig schmeckt der hohe Anteil an Linden-, Akazien- und Obstblüten und malzig die Rosskastanie…

Josef sagt, der Umgang mit den Bienen ist für ihn ein toller Ausgleich zu der doch immer wieder mal stressigen Zeit, die er als Grafik-Designer und Filmemacher hinterm Computer verbringt. Durch die Bienen kommt er auch raus in die Natur und vor allem zur Ruhe, denn wenn man mit den Waben hektisch oder unkonzentriert hantiert, dann wird man schnell einmal gestochen. So gesehen würde uns allen der gelegentliche Umgang mit Bienen recht gut tun.

Bei solchen Gesprächen und Geschichten hoffe ich immer, dass sich alle am Tisch von Josefs Begeisterung anstecken lassen und keinen Billig-Supermarkthonig mehr kaufen. Denn da ist es ja wirklich schade drum. Schade um die Arbeit der Bienen, schade um die Mühe des Imkers, schade um die gegessenen Kalorien, schade um den Geschmack. Echter Honig ist sooo gut!

Honigauswahl

Mitten im 7ten, in der der Neubaugasse gibt es das tolle Honiggeschäft Wald & Wiese [Anm. d. Red.: Wir haben Wald & Wiese besucht. Den Beitrag finden Sie hier]. Aber da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, kaufe ich meinen geliebten Rapscremehonig weiterhin beim Bio-Imker am Bauernmarkt. Bei Wald & Wiese kaufe ich vor allem Bienenwachskerzen und, fast schon leidenschaftlich, die Trüffelprodukte von Zigante tartufi.

Wenn Trüffel ins Spiel kommen, wird es wirklich ganz einfach, denn als Köchin ist es mein Bestreben, ihnen ein geschmacklich passendes Umfeld zu geben und die charakteristische Trüffel braucht für mich gar nicht viel.

Nicht gerade billig, wahrscheinlich auch nicht typisch italienisch, aber ab und zu ein köstlicher Luxus.

Fettuccine al tartufo

für 4 Portionen

400 g Fettuccine

400 g Champignons

50 g Glas gemahlene, schwarze Trüffel von Zigante tartufi

20 g Butter

1 Bd Petersilie

Salz und frisch gemahlener grüner Pfeffer
Dass ich dabei von einem qualitativ hochwertigen und nicht geschmacklos getrockneten grünen Pfeffer rede, ist für die Harmonie des Gerichts wichtig und im 7ten, dank WAUWAU Pfeffermühlen, eh schon längst klar!

  1. Die Champignons mit einem Pinsel oder Küchenpapier reinigen. Nicht waschen!
    Stiele von den Champignons lösen, der Länge nach halbieren und in gleichmäßige Scheiben schneiden. Die Scheiben sollten im Idealfall zwischen 5 mm und 1 cm dick sein. Die Köpfe der Champignons je nach Größe halbieren oder dritteln und ebenfalls in gleichmäßige Scheiben schneiden. Wieder zwischen 5 mm und 1 cm.
  2. Petersilie fein hacken.
  3. Olivenöl in einer großen Pfanne sehr heiß werden lassen und gerade so viele Champignons in die Pfanne geben, wie in einer Lage Platz haben. Die Champignons braten.
    Ich finde, Champignons werden am besten, wenn man sie von einer Seite so stark anbrät, dass sie braun werden. Das funktioniert aber nur, wenn man nicht zu viele Champignons auf einmal in die Pfanne gibt und NICHT umrührt! Klingt leicht, ist am Anfang aber ganz schön schwierig. Haben die Champignons auf der einen Seite eine schöne Farbe, kurz durchrühren und aus der Pfanne nehmen.
  4. Fettuccine nach Packungsanleitung kochen.
    Währenddessen alle Zutaten bereitstellen, denn die Fettuccine al tartufo werden am besten, wenn ab jetzt alles schnell geht!
    Wenn die Fettuccine al dente sind, abseihen. Nicht abschrecken.
  1. winter-truffleButter in einem großen Topf (ich verwende den Topf, in dem ich die Fettuccine gekocht habe) aufschäumen. Die gebratenen Champignons mit dem eventuell entstanden Saft, die noch feuchten Fettuccine und die gemahlenen schwarzen Trüffel dazugeben. Gut aber liebevoll vermischen.
  2. Mit Salz und nicht zu fein gemahlenem grünen Pfeffer abschmecken. Petersilie einrühren und sofort servieren.

Rezept: Barbara Weissbacher
www.barbaraskueche.at

Shopping-Tipps von Barbara Weissbacher

Bei Interesse an Josefs Biohonig:
Josef Bacher
+43 676 97 000 76
josef.bacher@me.com

Wald & Wiese
gleich zwei Mal im 7. Bezirk:
Neubaugasse 26, 1070 Wien

Montag – Freitag, 9:30 – 18:30 Uhr, Samstag 9 – 17 Uhr

und

Kaiserstraße 33, 1070 Wien

Montag – Freitag, 9 – 18 Uhr, Samstag 9 – 13 Uhr

www.waldundwiese.at

Wauwau Pfeffermuehlen

WauWau Pfeffermühlen
Westbahnstraße 7, 1070 Wien
Thomas Kreuz ist Montag – Freitag, 10 – 13 und 14 – 18 Uhr, für Sie da
In der Vorweihnachtszeit hat WauWau an folgenden Einkaufsamstagen geöffnet: 26. November, 3., 10. und 17. Dezember 2016 von 10 – 17 Uhr
www.wauwau.at

P.S. aus der im7ten-Redaktion: Die Privatköchin Barbara Weissbacher hat für uns LiebhaberInnen des 7. Bezirks das Rezept zur 7er-Schnitte entwickelt, die bald in aller Munde sein wird. Nun gibt sie Ihnen, liebe LeserInnen, Koch- und Einkaufstipps für herrlichen Genuss im 7ten. Teil 1 – Barbara kocht bei Fonda, Teil 2 – Barbaras Küche, Teil 3 – Hühnerkeulen – und Teil 4 – Eton Mess – können Sie hier nachlesen.

© Fotos: Titelbild & Trüffel: pixabay
Barbara Weissbacher: Daniela Rauchenschwandtner
Pfeffermühlen: Wauwau Pfeffermühlen
Wald & Wiese Honiggläser: Veronika Fischer

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